Pandemie - Ab Montag Quartiers-Impfungen auf der Rheinau / Lockerungen gelten bereits ab Samstag / Inzidenz steigt leicht an / Ein weiterer Todesfall

Mannheim lockert Corona-Maßnahmen weiter

Von 
Thorsten Langscheid
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Ab Montag gibt’s auf der Rheinau – so wie im Bild in der Neckarstadt-West – eine Quartiers-Impf-Aktion. © Tanja Capuana

Mannheim. Rheinauer, die sich impfen lassen möchten, können dies vom Montag an im Nachbarschaftshaus am Rheinauer Ring 101 und im Impfbus in der Durlacher Straße 102 tun. Wie die Stadtverwaltung am Freitag ankündigte, spritzen mobile Impfteams bis einschließlich Sonntag, 20. Juni, jeweils von neun bis 15 Uhr das Moderna-Vakzin. Impfberechtigt sind alle Bewohner der Rheinau über 18 Jahre.

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Zugleich hob die Stadt am Freitagabend mit Wirkung ab Samstag, 12. Juni, die strenge Maskenpflicht und das Alkoholverbot in den Bereichen der Innenstadt und der Neckarstadt, in denen beides seit 21. Mai gegolten hatte, auf. Rathaus-Sprecher Ralf Walther wies aber darauf hin, dass der Paragraf drei der Corona-Verordnung des Landes weiter Gültigkeit habe: „Dieser sieht bereits eine Maskenpflicht in Bereichen und Situationen, in denen eine besonders hohe Infektionsgefahr besteht, vor.“

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Beim Verkauf und Verzehr von Alkohol gelten allerdings für die Neckarwiese und den Jungbusch weiter Einschränkungen: Ab Samstag dürfen dort freitags und samstags von 23 Uhr bis sechs Uhr am Folgetag keinerlei Alkohol mehr im Straßenverkauf angeboten werden. Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist jeweils von 24 Uhr bis sechs Uhr am Folgetag untersagt. Das Verbot ist zunächst bis zum 10. Juli befristet.

Am Freitag (Stand 16 Uhr) meldete die Stadt einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Eine über 70 Jahre alte Frau ist im Krankenhaus gestorben. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie summiert sich damit auf 302. Elf Neuinfektionen lassen die Gesamtzahl der nachweislich mit Corona infizierten Personen in Mannheim auf 16 271 klettern. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit nach den Zahlen des Mannheimer Gesundheitsamts leicht an auf 20,9. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte für Freitag die Inzidenz in Mannheim mit 20,6 angegeben – die RKI-Daten sind für Lockerungen oder Verschärfungen der Corona-Regeln maßgeblich.

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Bislang gelten in Mannheim 15 608 Personen als genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 361 akute Infektionsfälle. Das Gesundheitsamt könne zurzeit die Infektionsketten aufgrund der niedrigen Fallzahlen wieder weitgehend lückenlos nachverfolgen, so die Stadtverwaltung am Abend.

Insgesamt gab es in Mannheim seit Beginn der Impfkampagne im Impfzentrum und durch mobile Teams bis Donnerstag, 10. Juni, 21 Uhr 206 135 Impfungen gegen das Coronavirus. Davon waren 130 622 Erst- und 75 513 Zweitimpfungen. Zwischen 31. Mai und 6. Juni 2021 hat das Gesundheitsamt 56 Meldungen über positive Schnelltestungen bei Mannheimern erhalten, davon liegt für acht eine Bestätigung durch einen PCR-Test vor.

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Alle acht Personen waren ohne Krankheitszeichen. Diese über Schnelltests entdeckten Fälle machen 12,7 Prozent der Neuinfektionen in dem Zeitraum aus. Insgesamt wurden laut Mitteilung der einzelnen Teststellen an das städtische Gesundheitsamt in dem Zeitraum 129 751 kostenlose Bürgertestungen vorgenommen.

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Redaktion schreibt als Reporter über Mannheimer Themen

Thema : Coronavirus

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    Trotz der entspannten Corona-Lage in Deutschland haben Wissenschaftler, Ärzte und Politiker für Vorsicht in der Pandemie geworben. Durch die ansteckendere Variante Delta könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Freitag. Diese Entwicklung könne vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. „Das dürfen wir einfach nicht riskieren.“ Auch bei niedrigen Inzidenzen sei deshalb ein behutsames Öffnen in kleinen Schritten nötig. Durch Impfungen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten erhalten bleiben. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warb für Vorsicht, vor allem in der Reisezeit. „Das kann ein guter Sommer werden“, sagte der CDU-Politiker. Es gebe Anlass zur Zuversicht. Aber vor allem, wenn alle aufmerksam blieben. Lockerungen sollten bei steigenden Sieben-Tage-Inzidenzen deshalb regional wieder zurückgenommen werden. Und zwar nicht erst bei einem Wert von 50, betonte Spahn, „sondern früher“. Impfen schreitet voran {element} Bundesweit ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in Deutschland binnen sieben Tagen nach den jüngsten RKI-Zahlen weiter gesunken – auf aktuell 10,3. Zu den Erfolgen in der Pandemiebekämpfung rechnet Spahn auch die Fortschritte beim Impfen. Jeder zweite Bürger in Deutschland habe mindestens eine Spritze bekommen, fast ein Drittel (29,6 Prozent) seien vollständig geimpft. {furtherread} „Das Virus ist nicht verschwunden. Lassen Sie uns die Erfolge nicht leichtfertig verspielen“, sagte Wieler. „Lassen Sie uns auch die wiedergewonnene Freiheit erhalten, indem sich immer mehr Menschen vollständig impfen lassen.“ Noch kursiere die Delta-Variante auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland. Es sei jedoch nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er. Im Herbst werde es wieder zu mehr Neuinfektionen kommen, sagte Wieler. Und im Moment sei die Hälfte der deutschen Bevölkerung noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt. Dafür müsste es 80 Prozent vollständig immunisierte Bundesbürger geben. In Mannheim sind bis Donnerstagabend 220 869 Impfungen durchgeführt worden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um 134 665 Erst- und um 86 204 Zweitimpfungen, die im Impfzentrum und von den mobilen Impfteams verabreicht wurden. Dem Gesundheitsamt wurden am Freitag (bis 16 Uhr) sieben neue Fälle einer nachgewiesenen Corona-Infektion gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt – auf Basis der von der Stadt gemeldeten Zahlen – bei 14,5. Am vergangenen Freitag lag sie noch bei 20,9. cs/dpa

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