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Entdeckung des Tages - Die „Bieneninsel“ hilft

Mehr Natur für die Städte

Von 
Peter W. Ragge
Lesedauer: 

„Bring die Natur zurück in die Stadt!“ – das ist sein Ziel, deshalb steht Gerhard Schons mit seiner Frau auf dem Maimarkt. Eigentlich kommt er aus der Spielzeug- und Computerspielbranche, ist Experte für digitales Marketing und Berater für große oder kleine Unternehmen. „Mein Geld verdiene ich anders“, sagt er. Aber nun hat er elf Tage auf dem Maimarkt für ein Produkt geworben, das er entwickelt hat: einen Karton mit dem Namen „Bieneninsel“.

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Gerhard Schons mit der von ihm entwickelten „Bieneninsel“. © Blüthner

Auf die Idee brachte ihn das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ 2019 in Bayern. Er wollte daher „einfach etwas tun, um auch mitten in der Stadt den Bienen zu helfen“, so Schons. Dabei seien sie allein für die Bestäubung von 80 Prozent aller Pflanzen sowie für die Bestäubung von 30 Prozent unserer Lebensmittel verantwortlich. „Ohne Bienen gibt es schlichtweg kein Obst und Gemüse“, so Schons, doch über die Hälfte der 560 Wildbienenarten sei vom Aussterben bedroht. Dabei könne „jeder etwas tun“, doch er wolle helfen, dass das einfach geht: durch das Aufstellen auf dem Balkon.

Vom Odenwald nach Sachsen

In der praktischen gelben Kartonbox mit Tragegriff sind mehrere – chemisch unbehandelte – Holzteile, die sich schnell in Form einer Bienenwabe zusammenstecken lassen. Dazu kommt ein Koksfaserziegel, „das entsteht bei der Produktion von Kokosöl, das hat man früher verfeuert“, erläutert Schons. Doch daraus könne auch torffreie Anzuchterde entstehen. Zudem liegen in der Box der Samen für speziell auf Bienen und andere Bestäuber abgestimmte Pflanzen, ein kindgerechtes Heftchen mit Erläuterungen sowie ein Ausweis, wonach der stolze Besitzer ein „Bienenretter“ ist. Der spielerische Aspekt sei wichtig, „denn die Kinder haben Einfluss auf die Eltern“, so Gerhard Schons.

Obwohl er aus Waldmichelbach im Odenwald stammt, wird die Bieneninsel – unter Beteiligung von Menschen mit Behinderung – in Chemnitz hergestellt. „Die Sachsen waren einfach schneller“, sagt er, die dortige Landesbank habe sich an dem Start-up auch beteiligt. Vertrieben werden seine Produkte eigentlich über Bau-, Garten- oder Lebensmittelmärkte. Dass er sich bei einer Messe direkt an Endverbraucher wende, sei eine Premiere und eine Ausnahme. „Aber ich wollte im Dialog mit den Endverbrauchern dazulernen“, so Gerhard Schons. Zugleich könne er auch ein paar weitere, ebenso neu entwickelte Produkte aus diesem Bereich testen, ein „Bienen-Erste-Hilfe-Set“ mit Samen auf Hanffasermatte und Kokosquelltabletten, farbige Blumenkugeln oder ein Pflanzset, dessen Verpackung als Brettspiel wiederverwendet werden kann.

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Die Resonanz sei „bei den Leuten, die es interessiert, also vor allem jungen Familien, wirklich super“, berichtet er, weshalb er mit der Maimarkt-Beteiligung „wirklich zufrieden“ sei. Andererseits habe er auch den Eindruck gehabt, dass einigen Leuten das „Thema nicht geläufig ist oder sie andere Sorgen haben“.

Redaktion Chefreporter

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