Fußball-Gruppenliga

Bajrami feiert ersten Sieg

Eintracht Bürstadts Interimstrainer steht nach dem 4:2-Erfolg gegen Höchst bei vier Punkten aus zwei Spielen / 0:6-Klatsche für FSG Riedrode

Von 
Claudio Palmieri
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Ried. Auch im zweiten Spiel unter Interimstrainer Flamur Bajrami ist Eintracht Bürstadt in der Fußball-Gruppenliga Darmstadt ungeschlagen geblieben. Eine Woche nach dem 2:2 beim FC Alsbach gab es am Sonntag sogar eine Steigerung: Mit 4:2 (1:1) gewann die Eintracht zu Hause gegen den TSV Höchst. Die FSG Riedrode hat die Hinrunde mit einer Klatsche beendet. Nach einem 0:6 (0:3) im direkten Duell fiel die Elf von Trainer Duro Bozanovic hinter die SG Langstadt/Babenhausen auf Platz fünf zurück.

Eintracht Bürstadt – Höchst 4:2

„Das war ein wichtiger Sieg und auch ein sehr schöner“, sagte Bürstadts Interimscoach Flamur Bajrami nach getaner Arbeit. Dann zeigte er sich ganz als Teamplayer: „Dieser Sieg freut mich vor allem für die Jungs. Sie haben sich endlich für den hohen Aufwand belohnt, den sie betreiben.“ Nur die Chancenverwertung musste der frühere Eintracht-Kapitän bemängeln. „Wir hätten den Sack früher zumachen können“, fand der 35-Jährige: „Aber wir haben Moral gezeigt und sind zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen - als Mannschaft.“

Starke Start-Bilanz: Unter Interimstrainer Flamur Bajrami befindet sich Gruppenligist Eintracht Bürstadt im Aufwind. Am Sonntag gab es einen 4:2-Erfolg gegen Höchst. © Berno Nix/Julian Loesch

Von Bürstadts Pressewart Christian Beckerle bekam Bajrami viel Lob. „Man merkt, dass da jemand die Aufgabe, die ihm zugetragen wurde, voll annimmt. Flamur strahlt sehr viel Positives aus. Er pflegt einen sehr respektvollen Umgang mit seinen Spielern und den Schiedsrichtern“, holte Beckerle aus: „Heute schien es, als ob die Mannschaft für Flamur gewinnen wollte.“ Eine Entscheidung in der Trainerfrage wird in den kommenden Tagen erwartet. „Geplant ist, dass Flamur die Mannschaft bis zur Winterpause betreut“, betonte Beckerle. Bajrami, der mit Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher die Verhandlungen mit den Trainerkandidaten führt, erklärte: „Wir versuchen, im Lauf der Woche eine Lösung zu finden. Wir stehen jetzt auf dem Relegationsplatz und haben noch drei Spiele. Die wollen wir konzentriert zu Ende spielen. Alles andere klärt der Verein.“

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Den „absoluten Willen“ und den „Glauben daran, das Spiel auch nach dem 1:2 in der 74. Minute zu gewinnen“, machte Beckerle gegen den Neunten Höchst als entscheidend aus: „Die Passstafetten waren teilweise richtig gut. Das Team steht wieder mehr im Vordergrund.“ Vor 70 Zuschauern auf dem Eintracht-Sportplatz musste Bürstadt aber zunächst das 0:1 schlucken. Daniel Manschitz köpfte nach einer Ecke ein (11.). Auf Vorlage von Xhino Dushaj sorgte Hüseyin Tutay für das 1:1 (22.). Nach einem langen „offenen Schlagabtausch“ (Beckerle) traf Höchsts Kevin Seiler – wiederum nach einem Eckstoß – zum 1:2 (74.). Dann stellte Eintracht-Abwehrchef Kadir Kilic nach einer Ecke auf 2:2 (78.). Der herausragende Kilic schoss Bürstadt in der Nachspielzeit auch erstmals in Führung – 3:2 (90.+3). Nach Gelb-Rot gegen Rinor Berisha (90.+4) setzte Leon Münch den 4:2-Schlusspunkt (90.+5.).

Lang./Babenhaus. – Riedrode 6:0

Die Ausfälle von Aramis Asutay, Klaudi Buraku, Sören Heiderich, Oliver Schrah, Sinisa Pitlovic und Tomislav Tadijan machten sich beim FSG-Gastspiel in Babenhausen bemerkbar. „Man muss aber auch sagen: Der Gegner war gut und eiskalt vor dem Tor. Da kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen“, sagte Riedrodes Trainer Duro Bozanovic nach der zweiten Niederlage in Folge.

Vor allem Björn Schnitzer, der früher für die U23 von Eintracht Frankfurt und für Viktoria Aschaffenburg in der Regionalliga am Ball war, musste der FSG-Coach beim Gegner hervorheben. Der kleine Bruder von FV-Biblis-Trainer Björn Schnitzer schoss das 2:0 (36.), 5:0 (85.) und 6:0 (87.). „Mit ihm, Lucas Sitter und Alexander Haberkorn hat Langstadt/Babenhausen extreme Qualität. Beim 5:0 und 6:0 trifft Schnitzer die Bälle perfekt und jagt sie einfach in den Winkel“, musste Bozanovic anerkennen.

Vier Minuten waren gespielt, als SG-Stürmer Lucas Sitter vor knapp 60 Zuschauern zum 1:0 traf. Wenig später verpasste es der Riedroder Vincenzo Lucchese, nach einer Ecke auf 1:1 zu stellen. Nach dem 0:3-Pausenstand durch Christopher Felter (45.) sorgte Gruppenliga-Toptorjäger Sitter mit seinem 27. Saisontreffer für das 0:4 aus FSG-Sicht (46.). „Damit war die Partie gelaufen“, meinte Bozanovic, der aber befand: „Das Endergebnis ist ein bisschen zu hoch.“ Völlig resigniert klang Ried-rodes Trainer deshalb nicht: „Natürlich tut so ein 0:6 weh. Aber solche Spieltage gibt’s.“

Freier Autor Geboren in Viernheim. Freier Mitarbeiter seit 2009 (Sport, Online, Lokales)