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Evangelische Lukasgemeinde - Pfarrerin Kaja Kaiser wird am Sonntag feierlich in ihr Amt eingeführt

„Gute Zeit, um neu anzufangen“

Von 
Daniela Hoffmann
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Lampertheim. Ein bisschen ist sie in Lampertheim schon auf Entdeckungstour gegangen: zu Fuß durch den Stadtpark oder mit dem Rad am Rhein entlang. Jetzt sitzt Kaja Kaiser im Redaktionsbüro und plaudert – in wahrstem Sinne des Wortes über Gott und die Welt. Und genau das ist es, was die neue Lukas-Pfarrerin möchte: die Frohe Botschaft verkünden. Nicht nur in der Kirche, sondern insbesondere draußen, wo die Menschen sind, will die Hessin Ansprechpartnerin sein.

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Seit Anfang Juli ist Kaja Kaiser in Lampertheim. „Natürlich fühle ich mich nach dieser kurzen Zeit noch nicht ganz angekommen, aber ich bin auf dem besten Weg dazu“, erzählt die 31-Jährige. Durch den freundlichen und offenen Empfang in der Gemeinde habe sie sich gleich sehr wohl gefühlt – an ihrer ersten Pfarrstelle. Offiziell ordiniert, also feierlich ins Amt berufen, wird Kaja Kaiser am 19. September im Sonntagsgottesdienst.

Pfarrerin Kaja Kaiser kommt fröhlich aus der Domkirche. Dort soll sie am Sonntag auch ordiniert werden. © Daniela Hoffmann

Geboren ist sie in Frankfurt, dann „etliche Male“ innerhalb Hessens umgezogen. „Und schließlich der Klassiker: Ich hatte das Abitur in der Tasche und wusste nicht recht, wie’s weitergehen soll“, berichtet die junge Frau und lacht.

Um das herauszufinden, durchreiste Kaja Kaiser erstmal ein Jahr Australien. „Dort“, sagt sie, „hat mich Gott beim Besuch von Gottesdiensten in verschiedenen Gemeinden, aber auch in der Natur immer wieder gerufen.“ Zur Halbzeit ihres Aufenthalts am anderen Ende der Welt stand für Kaja Kaiser fest: „Ich versuch’s mit dem Theologiestudium.“

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Projekt im Plattenbauviertel

Das nahm sie zunächst in Heidelberg auf und setzte es später in Greifswald fort. In der Stadt an der Ostsee zog die Studentin für ein Projekt bewusst in ein Plattenbauviertel. „Für Menschen ein guter Nachbar sein, Kindern helfen, mit Jugendlichen Fußball spielen, einfach Christsein vorleben, war das Ziel dabei.“ Kaja Kaiser erinnert sich gern daran. Neben ihrem langjährigen Engagement im Christlichen Verein Junger Menschen war das Projekt im Plattenbauviertel für sie der Grund, einen Schwerpunkt im Bereich Kinder- und Jugendarbeit zu setzen. Auch in Lampertheim.

Einen Jugendkreis in der Lukasgemeinde aufbauen, in dem sich Jugendliche über den Konfirmanden-unterricht hinaus treffen, könnte sich die neue Pfarrerin vorstellen. Tauf-Eltern seien bereits auf sie zugekommen, ob man eine kirchliche Krabbelgruppe gründen könne.

Für all das ist Kaja Kaiser offen. Dennoch geht es ihr um kein mehr und mehr. Sie möchte nicht alles umkrempeln. Im Gegenteil. „Gerade in Zeiten, in denen es die Kirche schwer hat und Mitglieder abwandern, ist es wichtig, das Eigentliche nicht aus dem Fokus zu verlieren. Und gerade die Pandemie gibt uns die Möglichkeit, vieles auf den Prüfstand zu stellen und zu überlegen: Was machen wir neu? Was kann bleiben? Was kann weg?“

Blick auf die Domkirche

Um das alles nicht aus dem Auge zu verlieren, ist die Pfarrerin auch über ihre neue Bleibe froh. Sie hat die Dienstwohnung ihres Vorgängers Adam Herbert bezogen – direkt über dem Pfarrbüro. Von dort hat sie auch ihre Wirkungsstätte, die Domkirche, im Blick.

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„Der Dom ist überhaupt etwas Besonderes“, meint Kaja Kaiser nachdenklich. Das Gotteshaus sei nicht nur Wahrzeichen der Stadt, sondern geradezu Identifikationssymbol für die Mitglieder der Lukasgemeinde, aber auch für die Einwohner Lampertheims allgemein. Und noch etwas ist der frischgebacknen Riedbewohnerin aufgefallen: „Die Freude der Menschen hier am Leben, am Feiern und am Wein.“

Davon wollen die Gläubigen der Lukasgemeinde ihre neue Pfarrerin am Sonntag weiter überzeugen, wenn ihre Ordination nicht nur beim Gottesdienst gefeiert wird, sondern auch beim Empfang auf der Domwiese. Aufregung und Vorfreude auf das große Ereignis steigen inzwischen bei Kaja Kaiser. Trotzdem ist sie zuversichtlich. Denn: „Gerade diese Zeit mit all ihren Umbrüchen und Herausforderungen ist eine gute Zeit, um neu anzufangen“, sagt sie.

Redaktion

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