Betreuung

Hunderte Kita-Plätze fehlen

Viele Eltern gehen in Mannheim leer aus. In Heidelberg ist die Lage deutlich entspannter

Von 
Bertram Bähr
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Voll sind nicht nur die Garderoben in den Kindertagesstätten, sondern auch die Kitas selbst – an Plätzen herrscht in Mannheim großer Mangel.

Mannheim. Händeringend suchen viele Eltern in Mannheim einen Krippen- oder Kita-Platz – ohne Erfolg. Nach den aktuellsten Zahlen (Stand: 1. Oktober 2022) gelten 764 Kinder unter und 807 Kinder über drei Jahren als „unversorgt“.

Seit Jahren treibt die Stadtverwaltung die Ausbaupläne voran, aber bei der Versorgungsquote, dem Anteil betreuter Kinder an der Gesamtzahl aller in der jeweiligen Altersgruppe, bewegt sich dennoch fast nichts. Denn die Bevölkerung wächst, der Bau neuer Kitas kommt nur mit Mühe hinterher.

Für die Altersgruppe drei bis sechs Jahre liegt die Versorgungsquote aktuell bei 84,2 Prozent. Mit diesem Wert liegt Mannheim im Vergleich mit mehreren anderen großen Städten deutlich hinten. In Karlsruhe liegt die Quote bei 91,2, in Stuttgart bei 98,9 – und in Heidelberg gar bei 101,8. Zwar komme es auch in der Unistadt am Neckar wegen „Fachkräftemangel und krankheitsbedingten Personalausfällen immer wieder zu kurzzeitigen Schließungen von einzelnen Gruppen“. Aber „grundsätzlich können alle Kinder versorgt werden“, so eine Sprecherin der Stadt Heidelberg.

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