Luisenpark

Alle Aushilfen müssen gehen

Abfindung für Minijobber an den Kassen – es gibt für sie keine Verwendung mehr

Von 
Peter W. Ragge
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Der Haupteingang des Mannheimer Luisenparks. © Christoph Blüthner

Mannheim. An den Kassen des Mannheimer Luisenparks sollen künftig keine Aushilfen mehr sitzen. Daher hat die Stadtpark-Gesellschaft jetzt die Verträge von allen 35 geringfügig Beschäftigten, meist Rentner, beendet.

Der erste Grund ist zunächst, dass der Luisenpark seit dem 2. November ganz geschlossen ist – für letzte Bauarbeiten für die Bundesgartenschau 2023. Während des sommerlangen Fests erwarte man „wesentlich stärkere Besucherströme“ als sonst, so Stadtpark-Geschäftsführer Joachim Költzsch. Daher werde die Bundesgartenschau die Kassen an ein darauf spezialisiertes Unternehmen mit automatisierten Systemen übertragen. Danach wolle man „den Besucherservice verbessern“ und einen zusätzlichen Online-Ticketverkauf über einen Webshop“ anbieten.

Für alle 35 Minijobber sei, obwohl das bei Aushilfen nicht üblich ist, mit dem Betriebsrat ein Interessensausgleich und ein Sozialplan verabredet worden, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, erklärt Költzsch. Die fest angestellten Kassenkräfte sind nicht betroffen.

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„Klar war das für viele, die lange dabei waren, ein Schlag in die Magengegend“, bestätigt Pino Mastrangelo, der Betriebsratsvorsitzende der Stadtpark-Gesellschaft. Dem Betriebsrat sei es aber gelungen, „für die Leute so viel wie möglich rauszuholen“, sogar außer den nach Betriebszugehörigkeit gestaffelten Abfindungen noch einen Härtefall-Fonds, aus der Menschen bedacht würden, die durch den plötzlichen Verlust der Aushilfstätigkeit finanzielle Probleme hätten.

„Unstreitig“ sei auch, dass das Kassensystem veraltet sei. „Es gab ja oft riesige Warteschlangen an den Kassen, wenn schönes Wetter war“, so Mastrangelo. Die Stadtpark-Gesellschaft habe zudem zugesagt, statt vieler Aushilfen mit Minijobs lieber feste Stellen oder Teilzeitstellen zu schaffen, und für diese Menschen werde dann auch in die Sozialversicherung eingezahlt. „Das begrüßt der Betriebsrat“, betont der Vorsitzende.

Redaktion Chefreporter