Modelle

Die wichtigsten Neuheiten im Autojahr

Die Autoindustrie steckt in der Transformation, die Lieferfristen sind lang und weder Corona, die Energiekrise oder gar der Ukraine-Krieg sind überwunden

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tmn
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Publikumsliebling bleibt das SUV: Die Neuheitenwelle schwemmt wieder viele Geländewagen aufs Parkett wie den Mercedes EQE SUV. © Mercedes-Benz AG/dpa-tmn

Berlin. In der Politik mag die viel beschworene Zeitenwende je nach Perspektive ja noch auf sich warten lassen. Doch auf der Straße sieht die Sache anders aus: Die PS-Industrie steckt mitten im Wandel und befeuert den auch im neuen Jahr mit zahlreichen neuen Modellen und sogar ein paar neuen Marken. Nimmt man all die offiziellen Ankündigungen, die vielen Indiskretionen und das Wissen um die Modellzyklen der Hersteller zusammen, gibt es für den Neuheitenplan über 100 Einträge.

Zwar haben die allermeisten Neuheiten mittlerweile einen Stecker. Doch ausgerechnet die wahrscheinlich prominentesten Premieren sind noch für die Zapfpistole gebaut. Denn den ersten Tanz beim Debütantenball machen 2023 gleich drei Autos, die seit Jahrzehnten auf den Spitzenrängen der Zulassungsstatistik fahren: Mercedes verspricht eine Neuauflage der E-Klasse als Limousine und Kombi und später auch wieder als Coupé und Cabrio. Und bei VW stehen die Nachfolger von Passat und Tiguan in den Startlöchern. Und auch wenn es alle drei Modelle natürlich als Plug-in-Hybrid mit teilweise mehr als 100 Kilometern elektrischer Reichweite geben wird, stammen sie alle noch aus der alten Welt. VW stellt dem neuen Passat aber als elektrische Alternative den ID.7 im Stil der Aero-Studie zur Seite. Mercedes bringt mit dem EQE SUV das vierte elektrische Oberklasse-Modell. Und bei BMW gibt man sich mit der Premiere des nächsten Fünfers einmal mehr technologieoffen. Denn auf der gleichen Plattform und mit dem gleichen Design bauen die Bayern wieder Verbrenner, Plug-in-Hybriden und reine E-Versionen.

Vans vom Aussterben bedroht

Bei den Kleinwagen beginnt die Auslieferung des neuen Smart #1, der jetzt zum handlichen SUV gereift ist. Wer sich in diesem Segment dem SUV verschrieben hat, dem bieten sich noch weitere Premieren an: Aus Japan kommen mit dem bZ4X der erste rein vollelektrische Toyota sowie von Honda ein neuer C-RV, der Crossover Z-RV und der rein elektrische e:Ny1. Aus Deutschland laufen sich der BMW X2 sowie gleich zwei Ford-Modelle auf Basis von VWs Elektroplattform MEB warm. Hyundai reitet mit dem nächsten Kona auf der SUV-Welle. Jeep schickt als ersten reinen Stromer den Avenger ins Rennen. China würzt die SUV-Suppe mit dem Aiways U6 Coupé und bei Renault geht der Austral an den Start, den es zum Jahresende in einer Langversion noch als Nachfolger des Scénic geben wird.

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Klassische Vans dagegen sind eine weiter vom Aussterben bedrohte Art und bekommen entsprechend wenig Nachwuchs – einzig Mercedes EQT und Nissans elektrischer Townstar zu Anfang des Jahres und die Langversion des ID. Buzz sowie der Ford Tourneo Connect zum Ende des Jahres halten die Fahne der Raumfahrer hoch.

Darf’s auch ein bisschen mehr sein? Dann fällt der Blick in der gehobenen Mittelklasse auf die Nachfolger der Skoda-Topmodelle Kodiaq und Superb, auf die Newcomer Nio EL7 und ET5, die Stromer von BYD sowie das kommende Mazda-Flaggschiff CX-80. An der Ladesäule begegnen wird man erstmals auch der Stromlinien-Limousine Hyundai Ioniq 6, dem ebenfalls voll elektrischen Großraumgeländewagen EV9 bei Kia, den großen Volvo EX90 und seinem sportlichen Cousin Polestar 3 sowie dem RZ 450e, mit dem sich Lexus jetzt gar vollends der Elektromobilität zuwendet.

Und auch Seat-Ableger Cupra wächst und stellt dem handlichen Born mit dem Tavascan ein großes E-SUV zur Seite. Nicht premium genug? Dann startet bei Audi zum Jahresende mit dem Q6 e-tron das erste E-Modell auf der neuen Elektro-Architektur, der sogenannten PPE-Plattform. BMW lockt Petrolheads beim XM (bis zu 748 PS) mit dem stärksten Serienmodell der Werksgeschichte und Rolls-Royce klimabewusste Superreiche mit dem elektrischen Spectre. Mercedes bietet beim EQS SUV die erste elektrische Maybach-Version an. tmn