Handball-Badenliga

Nach der Pause geht die Post ab

Friedrichsfeld siegt erneut

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Mannheim. Der TV Friedrichsfeld bleibt in der Erfolgsspur: Eine Woche nach dem furiosen 31:30-Derbysieg beim TSV Amicitia Viernheim gewannen die Badenliga-Handballer von Trainer Markus Gutsche auch das Heimspiel gegen den starken Liga-Vierten TV Hardheim mit 30:26 (17:17) und setzen sich damit als Tabellenzweiter in der Spitzengruppe fest.

„Das war ein ganz schweres Spiel für uns, auch mental“, so Gutsche, der nach dem Viernheim-Coup an seine Mannschaft appellierte, die Spannung hochzuhalten. Und auch wenn es in der ersten Hälfte noch etwas holperte, unterm Strich folgten die Friedrichsfelder der Ansage ihres Coaches. „Wir waren anfangs in der Deckung noch nicht konsequent genug und haben auch nach vorne zu viele Fehler gemacht“, meinte TVF-Sprecher Florian Kuhn mit Blick auf den engen Spielverlauf. Zwischenzeitlich versuchte es Gutsche mit einer Manndeckung gegen Hardheims Torjäger Thomas Withopf, der am Ende auf elf Feldtore kam, aber auch diese taktische Maßnahme war nicht zielführend. Bis zum 17:17 zur Pause blieb es eng.

Alexander Schreiber und der TV Friedrichsfeld behielten auch gegen den TV Hardheim die Nerven. © Berno Nix

Dafür kam Friedrichsfeld mit viel Elan aus der Kabine und startete mit einem 4:0-Lauf zum 21:17 (37.). Dies gab die nötige Sicherheit, zumal nun auch der eingewechselte Patrick Koch im Tor immer stärker wurde. „Basierend auf einer starken Deckung haben wir uns dann freigeschwommen“, so Kuhn. Konsequent lagen die Gastgeber fortan mit vier, fünf Toren in Führung. Erst nach dem 29:23 (57.) schaffte es Hardheim, mit einer offenen Manndeckung noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. „Aber in Gefahr gerieten wir nicht mehr“, freute sich Kuhn über die reife Leistung gegen einen keinesfalls zu unterschätzenden Gegner.

SG Heddesheim – Wiesloch 22:20

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„Am Ende waren wir sicherlich auch die glücklichere Mannschaft, aber mit unserer guten Deckung und der Leidenschaft haben wir uns das auch verdient“, meinte Frank Schmitt, Trainer der SGH, nach dem Heimsieg und der Verteidigung der Tabellenführung.

Die Wieslocher präsentierten sich als der erwartet starke Gegner. Heddesheim hatte insbesondere mit der griffigen 5:1-Deckung Probleme. Zu keiner Zeit konnte sich eine Mannschaft deutlich absetzen, die Führung wechselte mehrfach. Beim 19:20 (57.) lag die Schmitt-Sieben noch zurück, schaffte dann aber mit einem 3:0-Lauf die Wende. „Das sind solche Spiele, die man gewinnt, wenn man oben steht – und ganz sicher verliert, wenn man unten steht“, so Schmitt, der insbesondere lobte, dass sich seine Mannschaft nach der ersten Saisonniederlage eine Woche zuvor beim 25:30 gegen Oftersheim/Schwetzingen „richtig stark“ präsentierte. Aber die Tabellenführung bezeichnet der erfahrene Trainer nach wie vor als „schöne Momentaufnahme“.

Heidelsh./Hel. – Viernheim 26:25

Nächste ganz bittere Niederlage für die ambitionierten Viernheimer: Beim Tabellendritten war das Team von Gäste-Trainer Christian Müller lange die bessere Mannschaft, führte bis zehn Minuten vor dem Ende, aber nach dem 23:21 riss der Faden. Heidelsheim konterte zum 24:23 (53.). Nach dem 26:25 (59.) lief den Viernheimern auch noch die Zeit davon. Die letzten beiden Angriffe blieben erfolglos, die Niederlage war besiegelt. me