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Landtagswahlen - Daniel Günthers Erfolg in Schleswig-Holstein stimmt Christdemokraten für Sonntag optimistisch

CDU geht mit Rückenwind in NRW-Wahl

Von 
Ulrich Steinkohl, Jörg Blank, Sebastian Kunigkeit
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© dpa

Berlin. Die CDU setzt nach ihrem haushohen Sieg bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein auch auf einen Erfolg in Nordrhein-Westfalen am Sonntag. Ihr Vorsitzender Friedrich Merz sprach von einem „überragenden Erfolg“ und betonte: „Das ist Rückenwind für uns als Bundespartei, aber es ist natürlich auch Rückenwind für Nordrhein-Westfalen. Nach der Wahl ist vor der Wahl.“ NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst nannte die 43,4 Prozent der CDU in Schleswig-Holstein ein „bärenstarkes Ergebnis“. Die CDU im Norden habe jetzt einen klaren Regierungsauftrag, das wolle auch er erreichen.

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Wahlsieger Daniel Günther erklärte sich den Erfolg vom Sonntag damit, dass die CDU einen klaren Kurs gefahren sei und die Sicherheit in den Mittelpunkt gestellt habe. Für sie habe sich die erfolgreiche Regierungsarbeit in der Jamaika-Koalition und der dort gepflegte neue Stil ausgezahlt. Die Koalitionspartner hätten sich gegenseitig Erfolge gegönnt. Bei Krisen hätten sie auch die SPD-Opposition einbezogen. Er werde jetzt Gespräche mit Grünen und FDP über eine Regierungsbildung führen.

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Walter Serif
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Günther führte den Erfolg der CDU auch auf die breite Aufstellung bei der Wahl zurück. Die CDU habe ihre Liste paritätisch mit Männern und Frauen besetzt, auf ihr seien Jung und Alt vertreten gewesen. „Das zeigt: Eine CDU, die sich modern aufstellt, klare Themen auch an der Stelle vertritt, hat eben alle Chancen, auch solche Ergebnisse zu erzielen.“

Der Ministerpräsident plädierte daher für die Einführung einer Frauenquote auf Bundesebene. Er wurde darin von der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Karin Prien unterstützt. Merz legte sich dazu nicht fest, betonte aber, dass es beim derzeit niedrigen Frauenanteil in Führungspositionen nicht bleiben könne. Wie die Partei das ändern wolle, dazu falle im Herbst eine Entscheidung.

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Die SPD hat am Sonntag im Land zwischen den Meeren mit ihrem Spitzenkandidaten Thomas Losse-Müller indes ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 1947 eingefahren. Bundesvorsitzende Saskia Esken gibt sich dennoch für Sonntag siegesgewiss. „Da hat die SPD beste Chancen mit Thomas Kutschaty den nächsten Ministerpräsidenten zu stellen“, sagte sie im Deutschlandfunk. Die Partei wolle deswegen nicht länger auf den Misserfolg in Schleswig-Holstein zurückblicken, sondern die „volle Aufmerksamkeit auf die NRW-Wahl“ am kommenden Sonntag richten. Umfragen zufolge liefern sich CDU und SPD in NRW mit ihren Spitzenkandidaten, Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Ex-Justizminister Kutschaty, derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. 

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