Jahreshauptversammlung

Verein stemmt große Herausforderungen

1168 Menschen nehmen Angebote des Lernmobils in Anspruch

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JR
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Lernmobil-Geschäftsführer Dr. Gerd Baltes (r.) begrüßte bei der Jahreshauptver-sammlung zahlreiche Mitglieder und Freunde des Lernmobils. © Othmar Pietsch

Viernheim. Der Verein Lernmobil hat, wie andere Organisationen auch, im Zeichen der Pandemie schwierige Zeiten hinter sich gebracht. Das wurde auch bei den Berichten während der Jahreshauptversammlung im neuen Schulungs- und Verwaltungsgebäude, dem Stiftungshaus in der Rathausstraße, noch einmal deutlich. „Einige Veränderungen haben aber für einen Digitalisierungsschub gesorgt, die Anwendung hybrider Kommunikationsformen und neuer Lernwerkzeugen in bestimmten Bereichen haben sich bewährt“, nannte Dr. Brigitta Eckert aus der hauptamtlichen Geschäftsführung auch einige positive Aspekte. Auch das Lernmobil selbst hat Lernen gelernt.

Der Verein selbst hat sich innerhalb der vergangenen Jahre zu einer großen Einrichtung entwickelt, die sich unter anderem um Schülerbetreuung, Lese- und Sprachförderung sowie um die Beratung und Hilfe durch Migrationslotsinnen kümmert, aber auch Veranstaltungen im Sinne des Gemeinwohls und Miteinander über Sprachen, Kulturen und Religionen hinweg veranstaltet. Mittlerweile ist das Lernmobil mit einigen Angeboten auch in Lampertheim und Bürstadt vertreten.

Sich den Gegebenheiten anpassen

Hatte sich der Begriff „mobil“ anfangs eher auf die ausgedienten Eisenbahnwaggons am alten Bundesbahnhof bezogen, wurden mittlerweile die Beweglichkeit und Flexibilität, mit denen sich der kleine Verein mit gerade einmal 48 Mitgliedern den großen Herausforderungen unserer Zeit stellt, zum Markenzeichen. Und das auch schon über die Grenzen der Brundtlandstadt hinaus. In Viernheim gibt es Standorte im Treff im Bahnhof, im Haus am Schlangenpfad und eben auch im vor wenigen Monaten erstandenen Stiftungshaus.

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Bei der Mitgliederversammlung des Vereins Lernmobil standen diesmal keine Neuwahlen auf dem Programm. Wie vorgeschrieben wurden die entsprechenden Tagesordnungspunkte wie Berichte der Geschäftsführung und der Fachbereiche, die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und die Ergebnisse der Kassenprüfer abgegeben. Interessant war dabei die Entwicklung der Mitarbeitendenzahl, der Hilfeleistungen sowie der Kursangebote.

Sprachkurse hatten weiter großen Zulauf, wurden dabei auf die veränderten Gegebenheiten zugeschnitten. Viel zu tun hatten die Integrationslotsinnen, was der Vergleich der vergangenen fünf Jahre zeigt. Corona sorgte zwischenzeitlich notgedrungen für weniger Aktivitäten. Von 1604 Kunden im Jahr 2017 waren es danach 1781, 1430, 861 und zuletzt 1168. Diese teilten sich auf in Rathaus (498), Familie und Soziales (323), Schulen (267) und Jobcenter (80.). Insgesamt gibt es 84 Teilzeitstellen, 30 freiberufliche Lehrkräfte, 15 Vollzeitstellen, 14 Minijobs und vier FSJ-Stellen.

Die Verantwortlichen des Vereins nutzten das Zusammentreffen, um den Mitgliedern und Freunden des Förderbands das Stiftungshaus vorzustellen und die Nutzung zu beschreiben. Beim abschließenden gemütlichen Beisammensein mit kleinem Umtrunk gab es weitere Informationen und es wurden auch Erfahrungen ausgetauscht. JR