AdUnit Billboard
Verkehrsversuch in Mannheim - Industrie- und Handelskammer, Handelsverband Nordbaden und Werbegemeinschaft Mannheim-City sorgen sich wegen geplanter Straßensperrungen

Sperrung des Durchgangverkehrs in der Innenstadt: Wirtschaft mahnt zu Vorsicht

Von 
Kai Plösser
Lesedauer: 
Die Mannheimer Fressgasse war am 16. April von der Stadtverwaltung freitag- und samstagnachts sowie sonntags ganztägig gesperrt worden, um dem Posergeschehen entgegenzuwirken. Nun hat die Stadt Mannheim die temproräre Sperrung aufgehoben. (Archivbild) © ACHIM KEIPER

Mannheim. Die Wirtschaft in der Region macht sich Sorgen wegen einer möglichen Sperrung des Durchgangverkehrs in der Innenstadt. So mahnten Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar, Handelsverband Nordbaden und Werbegemeinschaft Mannheim-City gemeinsam, beim geplanten Verkehrsversuch für eine autofreiere Innenstadt mit Blick auf die Corona-geschädigte Wirtschaft Vorsicht walten zu lassen. Die dürfe nicht zusätzlich belastet werden, sagt Lutz Pauels, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Dazu könnte der Verkehrsversuch führen, wenn durch die Arbeiten am Fahrlachtunnel zusätzlicher Verkehr auf die Innenstadt zurollt.“

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Wegen der Teilsperrung des Fahrlachtunnels auf der Südtangente und der damit einhergehenden zusätzlichen Belastung für die innerstädtische Infrastruktur fordern die Verbände, dass der Verkehrsversuch permanent auf seine Auswirkungen auf die Innenstadt hin beobachtet werden müsse. „Dafür ist ein ständiger Dialog mit den Innenstadt-Akteuren notwendig, denn falls irreversible Schäden erkennbar werden, muss der Versuch auch vor dem eigentlich terminierten Datum beendet werden können“, mahnt IHK-Präsident Manfred Schnabel.

Mehr zum Thema

Verkehrsversuch

Sperrung Fressgasse und Kunststraße: Verschieben oder machen?

Veröffentlicht
Von
Timo Schmidhuber
Mehr erfahren
Verkehr

Mannheimer Fahrlachtunnel: Lange Liste voller Mängel

Veröffentlicht
Von
Timo Schmidhuber
Mehr erfahren

Grundsätzlich unterstützt Schnabel den Versuch und die damit verbundenen Ziele, auch um später eine Korrektur bei der Sperrung in den Quadraten zu ermöglichen. "Wir teilen das Ziel, den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt zu nehmen, um so Lärm sowie Emissionen zu reduzieren und dadurch die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu erhöhen“, betonte er. Dabei müsse jedoch sichergestellt sein, dass die Innenstadt für Kunden, Wirtschaftsverkehr und Arbeitnehmer gut erreichbar bleibe.

 

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Ohne alternative Ausweichrouten keine validen Daten

Hendrik Hoffmann, Vizepräsident des Handelsverbands Nordbaden, plädiert für attraktive Ausweichrouten. „Wenn wir mit dem Verkehrsversuch herausfinden wollen, ob mit der Sperrung der Fressgasse gelingen kann, den Durchgangsverkehr auch im Interesse der Anwohner aus der Innenstadt zu bekommen, dann braucht es attraktive Alternativen zur Durchquerung der Innenstadt. Und dazu gehören weder der Ring, noch die Reichskanzler-Müller- sowie die Bismarck-Straße“, hob Hoffmann hervor. Sollten diese Alternativen nicht im ausreichenden Maße zur Verfügung stehen, würden bei der Auswertung des Versuchs nicht genug valide Daten zur Verfügung stehen. Dann wäre "nicht nur der Verkehrsversuch gescheitert, sondern es droht schlimmstenfalls ein Scheitern des gesamten Projektes“, so Hoffmann weiter.

Bei dem vom Mannheimer Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossenen Projekt sollen Fressgasse und Kunststraße an zwei Stellen gesperrt werden. Es soll festgestellt werden, welche Auswirkungen das auf den Verkehr auf dem Innenstadt-Ring hat. Die Teilsperrung des Fahrlachtunnels hatte in der Kommunalpolitik eine Debatte um eine mögliche Verschiebung des geplanten Versuchs zu einer autofreieren Innenstadt ausgelöst. 

Redaktionsassistenz

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1