Nationaltheater

Kredit über 113 Millionen

Specht stellt Finanzierungssumme klar

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imo
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Das Nationaltheater Mannheim. © Christoph Blüthner

Die Summe, die das Nationaltheater für seine Sanierung über einen Kredit finanzieren muss, beläuft sich aktuell auf 113 Millionen Euro. Darauf weist Kämmerer Christian Specht (CDU) hin. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich demnach auf 287 Millionen Euro. Davon müssten die 120 Millionen Euro Zuschüsse von Bund und Land sowie bereits veranschlagte 54 Millionen abgezogen werden, so dass 113 Millionen Euro zu finanzieren blieben.

In Spechts Präsentation bei seiner Haushaltsrede im Gemeinderat war unter dem Posten „Generalsanierung Nationaltheater Mannheim“ für den Zeitraum von 2023 bis 2026 der Betrag von 192,8 Millionen Euro aufgeführt mit der Anmerkung „Nicht im Haushalt enthalten. Finanzierung über Eigenbetrieb Nationaltheater.“ Diesen – offenbar missverständlichen – Betrag hat diese Redaktion in ihrer Berichterstattung verwendet. Bei diesem Betrag allerdings, so Specht, handle es sich um Bruttoinvestitionen, in denen auch anteilig die zugesagten Zuschüsse von Bund und Land enthalten seien. Er sei nicht das Maß für die benötigte Kreditaufnahme.

Förderbescheid wird übergeben

Specht erklärt allerdings auch, die Kosten für die Ersatzspielstätten – 32 Millionen Euro – seien nicht Bestandteil der Generalsanierung und damit nicht im Kreditbedarf enthalten. „Denn es handelt sich nur zum Teil um Investitionen, überwiegend sind es Anmietungsaufwendungen, die nicht über Kredite finanziert werden dürfen.“ Diese Mittel seien im Haushalt veranschlagt. „Im Ergebnis sind natürlich die Investitionen als auch die Kosten der Ersatzspielstätten zu finanzieren.“ Die Neukreditaufnahme beziehe sich allerdings nur auf die Investitionen.

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Unterdessen teilte die Stadt am Dienstag mit, dass der Zuwendungsbescheid für die finanzielle Unterstützung von Bund und Land in Höhe von 120 Millionen Euro an diesem Mittwoch offiziell übergeben wird. Dazu kommen Claudia Roth, Bundesstaatsministerin für Kultur und Medien, sowie Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes, nach Mannheim und überreichen den Bescheid an Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD).