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Kerb I

Hofheims heiligste Tage eingeläutet

Eröffnung mit traditionellem Platzkonzert am Alten Rathaus und Kranztaufe. Vereine freuen sich über gut besuchtes Kerbedorf

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fh
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Volker Hildebrand moderiert die Eröffnung der Kerb. Im Hintergrund stehen die Tanzgruppen des HCV sowie Erster Stadtrat Marius Schmidt (rechts). © FH

Hofheim. Darauf haben die Hofheimer gewartet – und auch das unbeständige Wetter zu Beginn des Kerbewochenendes konnte die Howwemer Kerb nicht stoppen. Ungeachtet der vorangegangenen Querelen um einen einheitlichen Bierpreis (wir berichteten) feierte der größte Lampertheimer Stadtteil seine Kerb, die einmal mehr von den Vereinen getragen wurde. Zehn davon waren im Kerbedorf mit den unterschiedlichsten Angeboten vertreten, der Evangelische Posaunenchor am Samstag gleich mehrfach gefordert.

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Das traditionelle Platzkonzert am Alten Rathaus stimmte die Kerbebesucher auf die drei höchsten Hofheimer Feiertage ein, bis endlich die Kerbeborsch samt Kerbemädels, dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, die Garde, Flower Powers und Piccolos vom Hofheimer Carnevalverein (HCV) und Kerbevadder Alexander Scholl eintrafen.

Scholl, nebst Ortsvorsteher auch Sitzungspräsident des HCV, der den Vorsitz im Arbeitskreis Hofheimer Vereine innehat, trug die Kerberede vor. Bei der vom Arbeitskreisvorsitzenden und gleichzeitigem HCV-Vorsitzenden Volker Hildebrand flott moderierten Eröffnungszeremonie am Alten Rathaus unterhielten die Feuerwehrmusiker und der Posaunenchor das Publikum. Mit der Kranztaufe wurde schließlich der offizielle Start gegeben und mit Freibier angestoßen.

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Pluspunkte sammelte bei seiner ersten Kerbeeröffnung Erster Stadtrat Marius Schmidt, der nach eigenem Bekunden Howwe im Herzen trägt, „die Kerb is wirklich owwe“. „Das Kerbedorf is hergestellt, der Einsatz der Vereine sensationell“, würdigte auch der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende Marco Knecht die Leistung der teilnehmenden Vereine: „Wer bei uns feiert, bracht net fort“. Bevor sich die Hofheimer ins Kerbegeschehen am verregneten Abend stürzten, besuchten viele den ökumenischen Gottesdienst in der Balthasar-Neumann-Kirche.

Dichtes Gedränge an den Ständen

Im Kerbedorf selbst ging es dann hoch her – dank dem Mitwirken von zehn Vereinen und unzähligen ehrenamtlichen Helfern. Dichtes Gedränge herrschte in den Zelten und Unterständen. Dreh- und Angelpunkt bei Jugend und Junggebliebenen war Carpe Noctem Corporation (CNC), deren erlesene Drinks und vor allem der DJ-Sound bestens ankamen. Ein langer Atem war bei DJ Miss Thunderpussy gefragt, am frühen Sonntagabend zogen die „Howwe Allstars“ die Besucher getreu dem Motto „Oldies but Goldies“ mit fantastischer Livemusik in ihren Bann. Danach waren bei CNC die DJs Dangle & Berry gefragt.

Tolle Stimmung gab es aber auch noch bei anderen Vereinen. Neben seinem durchaus erlesenen Speiseangebot mit Ochs am Spieß am gestrigen Sonntag wartete der Fußballverein am Samstagabend mit Livemusik der Formation Small Town Maniax auf, ebenso ein echter Glücksgriff.

Doch damit nicht genug: Auch der Verein Kerbeborsch und Kerbemädels rockte mit seinen DJs das Fest und sorgt am heutigen Montag um 14.30 Uhr für einen weiteren Höhepunkt mit dem Austragen des beliebten Schubkarrenrennens.

Erlesene Weine und Sekt aber auch den „Bembel with care“ gab es bei der SPD zu probieren und zu genießen: Die Helferinnen und Helfer des Reitvereins mixten eifrig Cocktails. Selbstläufer im HCV-Zelt die HCV-Narrenkappe und das Geschnetzelte. Beim Turnverein fanden die Besucher ein kulinarisches Wohlfühlangebot vor mit Zanderfilet, Forelle, Hackbraten oder Kartoffelsupp und Quetschkuche.

Am heutigen Kerbemontag kredenzen die TVler eine deftige Brotzeit sowie am Abend Kartoffelpuffer und Räucherlachs. Weinliebhaber kamen beim Katholischen Kirchenchor und Gesangverein „Cäcilia“ auf ihre Kosten. Gemeinsame Sache machen der ASV „Rotfeder“ und die Bürgergemeinschaft Hofheim mit Meterbier, gegrilltem Schafskäse, einem Pfälzer Teller sowie der Odenwälder Platte am heutigen Kerbemontag. Hackbraten, Currywurst und Pommes waren neben Getränken auf der Speisekarte der Floriansjünger zu finden. Zur Howwemer Kerb zählt ebenfalls der beschauliche Rummelplatz mit verschiedenen Schaustellern.

Diskussion um Bierpreis brodelt

„Für mich ist das abgeschlossen“, äußerte sich der Arbeitskreisvorsitzende Volker Hildebrand zum Streit um einen einheitlichen Bierpreis, der bei der Kerb zwar kein Hauptthema mehr war, aber immer noch leicht brodelte. Hildebrands Anliegen ist ein Miteinander – auch zukünftig. „Wir sollten alle zusammenhalten und uns wegen der Preise nicht streiten“, so auch Marco Knecht, Vorsitzender des Kerbeborschvereins: „Wenn sich nicht alle an die Preisabsprachen halten, sollten wir sie in Zukunft lassen“. Auf die Seite Hildebrands schlugen sich auch „Cäcilia“-Vorsitzende Andrea Rank. „Wir haben die Empfehlung des Arbeitskreises umgesetzt sowie der FVH“, wie Vorstandsmitglied Kerstin Krämer bestätigte.

Für Kopfschütteln sorgte die Diskussion bei SPD-Ortsbeiratsmitglied Thomas Meier. Lothar Bauer (BGH) gab sich neutral: „Im Endeffekt ist jeder Verein für sich verantwortlich, ob die Einnahmen die Ausgaben decken“. fh

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