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Corona

12,7 Millionen Euro für Covid-Forschung

Land Baden-Württemberg fördert die Wissenschaft

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Die Fördermittel sollen Forschungsbereiche erweitern. So soll es auch bei Todesfällen in Folge einer Corona-Infektion mehr Obduktionen geben. © Bernd Wüstneck/dpa

Heidelberg. Das Land Baden-Württemberg fördert die obduktionsbasierte Forschung und Erforschung von Long-Covid. Dafür werden den Universitätskliniken des Landes 12,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auch das Uniklinikum in Heidelberg profitiert von den Fördergeldern und kündigt den Zuschuss des Landes in einer Pressemitteilung an. Mit den Fördergeldern reagiert das Land auf die Infektionszahlen. Denn, so das Uniklinikum Heidelberg, etwa jeder vierte Corona-Patient leidet noch sechs bis zwölf Monate nach der Infektion unter erheblichen Symptomen, die die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen.

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Im Bereich der obduktionsbasierten Corona-Forschung und der Erforschung von Long-Covid habe das Land bereits einige Projekte finanziert, die nicht nur wertvolle Erkenntnisse für die Grundlagenforschung geliefert hätten. Die Forschungsarbeiten förderten auch die Vernetzung der hochschulmedizinischen Standorte untereinander sowie den Aufbau von Bio- und Datenbanken. Denn neben Heidelberg gibt es auch in Freiburg, Tübingen, Ulm und an den fünf medizinischen Fakultäten Standorte für die Erforschung von Long-Covid.

Für die Untersuchung von Langzeitfolgen setzt das Land 2,3 Millionen Euro ein und schließt an ein Projekt an, das bereits im August 2021 startete: Damit wird die Studie Epiloc unter der Leitung der Uniklinik Freiburg für weitere zwei Jahre fortgesetzt. Dort wird bereits zu den Folgeerkrankungen geforscht.

Auch die obduktionsbasierte Covid-Forschung ist ein wichtiger Teil der Wissenschaft. Die Forschung trage zu einem besseren Verständnis der Erkrankung bei und helfe, die richtigen Therapien für Patienten zu entwickeln. Auch für das Auftreten neuer Varianten und möglicher Impfinfektionen sei die Forschung von zentraler Bedeutung.

In diesem Bereich gab es bereits Förderungen. Etwa von dem Verbundprojekt der fünf Universitätspathologien, die für den Zeitraum von August 2020 bis Dezember 2021 1,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt bekommen haben. Dieser Forschungsbereich wird nun erweitert: Obduktionen sollen auch bei Todesfällen nach möglichen Impfkomplikationen durchgeführt werden.

Mehr Obduktionen geplant

Auch bei Todesfällen von Menschen, die eine vollständige Impfung erhalten haben, solle künftig obduziert werden. In die Forschung sollen zudem Patienten einbezogen werden, die die Erkrankung überlebt haben, im Verlauf aber an anderen Ursachen verstoben sind. Damit erhofft sich die Wissenschaft zu klären, wie die Rückbildung schwerer Lungenschäden mit Covid in Verbindung steht. Das Land sieht in der Förderung der Forschung noch eine andere Relevanz, das betont auch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in der Pressemeldung: „Wir brauchen akut und dringend die Erkenntnisse der Wissenschaft inklusive neuer Technologien, um die Pandemie zu bekämpfen.“

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