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Kommentar Die Lehren von Türkgücü

Alexander Müller macht sich zum Start in die neue Drittligasaison Gedanken über die Wirtschaftlichkeit in der attraktiven, aber auch riskanten Spielklasse.

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Alexander Müller
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Mannheim. Zehn Insolvenzen in zehn Jahren. Bei allem dynamischen Wachstum, steigenden Zuschauerzahlen und einem spannenden Wettbewerb bleibt die 3. Liga keine unbefleckte Erfolgsgeschichte. Die Abmeldung von Pleiteclub Türkgücü München in der Vorsaison war für das Image der untersten Profiklasse das denkbar schlimmste Szenario. Doch der DFB scheint aus diesem Debakel die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

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Die ab der nächsten Saison ohnehin geltenden härteren Regeln zum solideren Wirtschaften, bei denen vor allem beim Thema Eigenkapital die Zügel angezogen werden, könnten als Folge des Türkgücü-Desasters im Herbst noch einmal verschärft werden, wie auf einer DFB-Pressekonferenz zur neuen Saison angedeutet wurde. Auch Kriterien wie Kompetenz und Seriosität der Verantwortlichen in den Vereinen soll künftig in die Lizenzvorgaben einfließen. Wie konkret, ist noch offen.

Wenn wirklich alle den alten Grundsatz „Man sollte nicht mehr ausgeben, als man einnimmt“ beherzigen, kann man sich wieder unbeschwert auf den sportlichen Wettbewerb freuen. Denn der hat auch in der kommenden Saison einiges zu bieten: In Rot-Weiss Essen ist ein Aufsteiger dabei, der mit seinem riesigen Fanpotenzial das Zeug zu einer echten Attraktion hat. Dazu kehrt mit Dynamo Dresden ein Schwergewicht zurück, das gerne postwendend wieder in die 2. Liga aufsteigen will. Dieses Ziel haben die Sachsen aber mit mehr als einem halben Dutzend anderen Vereinen gemeinsam – unter ihnen auch der SV Waldhof.

Wer in die 3. Liga kommt, möchte ungern länger bleiben. Das hängt mit der drastischen wirtschaftlichen Benachteiligung bei den Medienerlösen im Vergleich zur 2. Liga zusammen. Ein Unterschied, der schrittweise zumindest angeglichen werden muss, um die nächsten Insolvenzen zu vermeiden.

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