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KulturGut - Jazz-Saxofonistin und Sängerin Gabriele Maurer macht mit beim Benefiz-Streaming-Festival dieser Redaktion im Mannheimer Schatzkistl

Gabriele Maurer bei "MM"-Aktion KulturGut

Von 
Martin Vögele
Lesedauer: 
Mit ihrer eigenen Band, dem Gabriele Maurer Quintett, plant die Sängerin und Saxofonistin ein Album. © Maximilian Borchardt

Gabriele Maurer hatte schon früh, im Alter von gerade mal drei Jahren, mit dem Geigenspiel begonnen, aber nach ein paar Jahren gemerkt, „dass es mich nicht so begeistert“. Es war 2007 oder 2008, rekapituliert sie, als Entscheidendes geschah: „Als ich dann mal ein Saxofon in der Hand hatte, wusste ich einfach: Das ist meins!“

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Die 23-jährige Instrumentalistin und Sängerin, die an der Mannheimer Musikhochschule Jazz studiert, wird beim KulturGut-Festival zusammen mit der Ella & Louis-Jazzclub-Auswahl Jil Pappert (Gesang), Shana Moehrke (Bass) und Philip Weyand (Piano) im Mannheimer Musik-Kabarett Schatzkistl auftreten – als Teil eines von Ella-&-Louis-Chef Thomas Siffling zusammengestellten Jazz-Blocks. Alle werden dabei auch eigene Stücke mitbringen und in wechselnden Besetzungen spielen.

Spenden über KulturNetz

  • Wie im Vorjahr möchte diese Redaktion Kreative aus Mannheim und der Region in der Corona-Krise unterstützen. Mit der zweiten Auflage des KulturGut-Festivals rückt die jüngere Generation in den Fokus, deren Karriere durch die Pandemie ausgebremst wurde.
  • Anfang Februar wird im Mannheimer Musik-Kabarett Schatzkistl zum zweiten Mal ein Streaming-Festival aufgezeichnet. Die voraussichtlich 15 Teilnehmenden aus den Bereichen Pop, Jazz und Kleinkunst bekommen pro Kopf (samt ihrer etwaigen Instrumental-Begleitung) eine Garantiegage von 100 Euro.
  • Gespendet werden kann ab sofort wie gewohnt an den Verein KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar mit dem Betreff „KulturGut“.
  • Die Bankverbindung: Sparkasse Rhein Neckar Nord, IBAN: DE51 6705 0505 0038 9769 82.
  • Wenn es die Pandemielage zulässt, werden unter den Spenderinnen und Spendern bis zu fünfmal zwei Plätze im Schatzkistl verlost. 

Maurer wurde 1998 in Bad Säckingen geboren und wuchs in Laufenburg auf, unweit der Schweizer Grenze. Erst genoss sie eine klassische Saxofonausbildung. In ihrer Heimatregion werde die Blasmusik sehr gut gefördert, erzählt die junge Musikerin. Sie spielte im Verbandsjugendorchester, beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, machte Orchestertourneen, und da war schon klar: Musik ist nicht nur ein Hobby, Musik ist mehr.

2014 lernte sie die Saxofonistin Angelika Niescier beim Workshop „Young Women for Jazz“ in Trossingen kennen, an dem auch andere renommierte Musikerinnen wie Pianistin Julia Hülsmann und Schlagzeugerin Eva Klesse mitwirkten. „Danach wusste ich: Ich will das beruflich machen“, sagt Maurer, „weil ich endlich mal Vorbilder hatte“, die ihr zuvor – zumindest in weiblicher Gestalt – gefehlt hatten. Mit Niescier, die gleichsam ihre Mentorin wurde, sei sie über die Jahre auch in Kontakt geblieben.

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Nach dem Abitur und einjährigem Vorstudium in Basel (wo sie auch mit dem Saxofonisten, Jazzsänger und Scat-Experten Thomas Achermann an ihrer Vokalkunst arbeitete) bewarb sie sich an der Mannheimer Musikhochschule – und zwar sowohl für Gesang als auch für das Jazz-Saxofon. Für beides erhielt Gabriele Maurer eine Zusage, entschied sich dann aber zunächst für das Instrumentalstudium. „Es ist ein wahnsinnig emanzipatorisches Feld, in dem man sich bewegt“, sagt sie über den Reiz des Jazz. „Man hat die Freiheit, sich ausdrücken zu können. Man hat eine große Spielbreite an Dynamik, an Stimmungen, derer man sich bedienen kann“, erklärt Maurer. „Je älter ich wurde, desto mehr versteht man auch den kulturhistorischen Kontext und lernt immer mehr über diese Stilrichtung.“ Und je mehr sie darüber lerne, desto mehr merke sie: „Ich bin hier einfach total zuhause.“

Album mit eigener Band

Die 23-Jährige ist Bandleaderin des Gabriele Maurer Quintett (www.gabrielemaurerquintett.com) Jenes sei „eine wahnsinnig coole Spielwiese“, erklärt sie lachend: Alle Mitglieder (darunter Pianist Philip Weyand) hätten verschiedene musikalische Backgrounds, „und wenn man das dann in einen Pool wirft, kommen wahnsinnig coole Sachen raus.“ Für Ende Februar sind Aufnahmen für ein Album der Band geplant, Ende März, Anfang April soll eine Tour folgen. Im Januar spielt Maurer mit ihrem Quintett auch das Abschlusskonzert zu ihrem Bachelorstudium in der Alten Feuerwache – coronabedingt jedoch ohne Zuschauer. „Es ist einfach sehr mühselig gerade, Leute zu erreichen, eine Reichweite zu gewinnen. Daher bin ich sehr froh über die Möglichkeit“, betont sie mit Blick auf die KulturGut-Aktion.

Freier Autor

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