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Verzapft, verschätzt, vergessen: Skurrile Wohnmobil-Pannen

Von 
Andreas Reiners
Lesedauer: 
mid Groß-Gerau - Die meisten Wohnmobil-Mieter bleiben auf ihrer Reise unfallfrei. © Sunlight

Die gute Nachricht vorab: Die meisten Wohnmobil-Mieter bleiben unfallfrei, über 95 Prozent kommen ohne einen Kratzer zurück. Ein Blick in die Liste der Schadensfälle von McRent lohnt sich aber trotzdem. Denn Europas größte Wohnmobilvermietung hat ein paar skurrile Pannen und dumme Zufälle zusammengestellt.

Voll verzapft: Passiert im Eifer des Gefechts: Manchmal erwischen Camper an der Zapfsäule den Wassertank. Glück hat, wer den Irrtum sofort entdeckt. Alle anderen stellen spätestens beim Spülen fest, dass irgendwas nicht stimmt, wenn öliger Diesel statt Wasser aus dem Hahn tropft. Die Mitarbeiter betonen es immer wieder bei der Übergabe der Fahrzeuge. Ein Doppelcheck schadet trotzdem nicht.

Voll verschätzt: Ziemlich weit oben auf der Liste der häufigsten Schäden steht "Kratzer hinten am Heck". Fast alle Urlauber bekommen schon nach den ersten Metern ein gutes Gefühl für die Länge des Fahrzeugs. Manche macht genau das leichtsinnig. Die Empfehlung von McRent: Immer aussteigen, wenn es eng wird.

Voll schnell: Internationale Kunden sind über deutsche Autobahnen manchmal irritiert. "Auf euren Straßen geht's aber wild zu", sagen Urlauber aus Ländern, die Tempolimits gewohnt sind oder das Rechtsfahren nicht kennen. Wer aus Ländern mit Linksverkehr kommt, kassiert manchmal Kratzer an der Seite. Oder verschätzt sich mit dem Spiegel.

Voll vergessen: "Schatz, draußen windet es." Dieser Satz kann beim Campen mit dem Wohnmobil zu einem kleinen Desaster führen - wenn die Markise nicht eingedreht ist. Die große Stoff-Fläche ist nämlich nicht gemacht für Wind und Wetter, sondern ist ein reiner Sonnenschutz. Sie reagiert auf kräftige Böen gerne mit einem Überschlag. Das Ergebnis: Die Markise liegt auf dem Dach - mit Rissen im Stoff und verbogenen Stützen. Kaum zu glauben, aber das ist der häufigste Schaden, den die Urlauber mit nach Hause bringen. Die Lösung: Einfach immer reindrehen, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Vor allem aber nachts.

Voll verschlampt: Klein, aber wertvoll ist der Schlüssel. Wer den kleinen Türöffner schwungvoll auf das hintere Bett in vereinzelten Wohnmobilmodellen wirft, hat mit etwas Pech ein echtes Problem: In seltenen Fällen rutscht der Schlüssel durch den kleinen Spalt aufgrund der Wärmezirkulation in die abgesperrte Heckgarage des Fahrzeugs. Klingt kurios, ist aber schon passiert und ein wirklich dummer Zufall. Selten, aber genauso folgenschwer, ist der Kontakt von Schlüssel und Wasser im Waschbecken oder der Toilette sowie beim Schwimmen im Meer oder am See.

Voll verkracht: Am Anfang des Urlaubs rollen sie gemeinsam vom Hof - am Ende gibt es Unstimmigkeiten wie es zum Schaden kam. Der Grund: unklare Absprachen. Wie in jeder anderen Urlaubsform geht auch hier manchmal was schief. Beim Camping können Diskussionen während der Fahrt im Extremfall zum Auffahrunfall führen. Stress an Mautstellen oder enge Wende- und Rangiermanöver machen Reisende in solchen Situationen nervös. Die Lösung: Wer sich gut abspricht und seine Ziele genau kennt, hat gemeinsam viel mehr Spaß und vermeidet kleine und große Schäden.

Voll verpeilt: Wie, heute schon? Sind Urlauber im Entspannungsmodus angekommen, vergessen sie oftmals die Zeit. Zur Sicherheit tippen erfahrene McRent-Mitarbeiter schon bei der Übergabe mit dem Finger auf den Rückgabetag im Papierkalender.

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