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Hohes Unfallrisiko bei Hitze

Von 
Lars Wallerang
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mid Groß-Gerau - Reizklima: Hohe Temperaturen sind auf Reisen ein Sicherheitsrisiko. © Goslar Institut

In einem stark aufgeheizten Auto sinkt die Konzentrationsfähigkeit des Fahrers, wodurch gleichzeitig die Gefahr von Unfällen steigt. Aber auch dem Auto selbst können extreme Temperaturen zu schaffen machen. Man ist weniger leistungsfähig oder auch leistungsbereit, wird schneller ungeduldig und aggressiv, ist weniger konzentriert und insgesamt "irgendwie langsamer" als üblich.

Mit der Hitze nimmt die Aufmerksamkeit ebenso ab wie die Reaktionszeit, gleichzeitig wächst die Reizbarkeit und mit ihr die Risikobereitschaft. Diese Kombination verleitet häufig zu Aktionen am Steuer, die einem besonnenen Fahrer nicht passieren würden - und schon hat es hitzebedingt gekracht. Je höher das Thermometer klettert, desto höher ist das Risiko für Unfälle, fasst der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Problematik zusammen. Dazu verweist die Organisation auf Studien, die belegen, dass die Zahl der Verkehrsunfälle um elf Prozent steigt, wenn die Temperaturen über 25 Grad Celsius liegen.

Deshalb raten Verkehrssicherheitsexperten auch immer wieder dringend dazu, für sicheres Fahren bei Hitze einige wichtige Aspekte zu beachten. Als erste wirkungsvolle Maßnahme, um den Innenraum eines Fahrzeugs bei heißem Wetter erträglicher zu machen, hat sich bewährt, vor dem Start alle Türen zu öffnen. Dies sollte durchaus einige Minuten vor Fahrtbeginn geschehen, um zu gewährleisten, dass die im Auto aufgestaute heiße Luft entweichen und der Innenraum etwas durchlüften kann. Selbst bei hohen Außentemperaturen kann so schon eine Verbesserung erzielt werden, selbst wenn sie im Einzelfall nur geringfügig sein mag.

Sodann sollte man nicht dem verständlichen Reflex folgen, die Klimaanlage im Auto auf "Schnellfrosten" bzw. "Gefrieren" zu stellen. Denn wenn man die Temperatur im Auto über die Klimaanlage zu stark abkühlt, kann dies Kreislaufprobleme zur Folge haben. Daher sollte der Unterschied zwischen der Außentemperatur und jener im Fahrzeuginneren nicht zu groß sein. So lässt sich auch vermeiden, beim Aussteigen von der Hitze außerhalb des Autos "erschlagen" zu werden. Zudem können zu niedrige Temperaturen die Aufmerksamkeit des Fahrers ebenfalls beeinträchtigen. Fachleute empfehlen deshalb, die Klimaanlage im Auto auf 21 bis 23 Grad Celsius einzustellen. Grundsätzlich gilt dabei jedoch die Regel, den Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen nicht zu groß werden zu lassen.

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