Trauer

Ehemaliger Fußballprofi Rainer Ulrich aus Mannheim gestorben

Für den Karlsruher SC  absolvierte Rainer Ulrich 273 Profispiele. Später trainierte er den Club, war aber unter anderem auch beim VFR Mannheim, bei Bayern München und in Stuttgart tätig. Nun ist Ulrich gestorben

Von 
Thorsten Hof
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Rainer Ulrich als Trainer bei Bayern München II. © Tobias Hase

Karlsruhe. Mannheim. Das ganze große Rampenlicht war nie seine Sache, doch wie viele prägende Spuren Rainer Ulrich im Profi-Fußball hinterlassen hat, lässt sich mit Blick auf die zahlreichen Reaktionen auf den Tod des gebürtigen Mannheimers erahnen. Der Ex-Profi, Trainer, Co-Trainer, Scout und Talententwickler war am Montag im Alter von 73 Jahren verstorben, Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hatte die Nachricht am späten Abend mit Bezug auf Ulrichs Familie am Montagabend bestätigt.

„Wir sprechen allen Angehörigen von Rainer Ulrich unser herzlichstes Beileid aus und werden ihm und seinen Verdiensten für den KSC ein ehrendes Andenken bewahren“, schrieb der Verein in einer Mitteilung. Für den KSC lief der gebürtige Mannheimer in 273 Pflichtspielen auf. Mit Karlsruhe stieg der Abwehrspieler in die Bundesliga auf. Verletzungsbedingt beendete er seine aktive Laufbahn 1983.

Als Cheftrainer betreute er neben dem KSC unter anderem auch die Amateure des FC Bayern, den VfR Mannheim, den 1. FC Schweinfurt und den SSV Ulm. Zudem unterstützte er den heutigen Trainer des Hamburger SV, Tim Walter, bei Holstein Kiel und beim VfB Stuttgart.

Karriere beginnt in Mannheim

Seine erste fußballerische Prägung erhielt Ulrich beim VfR Mannheim, wo er seine Karriere begann. Zwischen 1968 und 1971 lief er insgesamt 94 Mal für die Quadratestädter in der Regionalliga auf, ehe der Wechsel zum Karlsruher SC erfolgte. Dort machte sich der kompromisslose Verteidiger als Profi einen Namen und stieg später als Coach der KSC-Amateure ins Trainergeschäft ein. Vom 26. August 1998 bis zum 15. Oktober 1999 war Rainer Ulrich Trainer bei den KSC-Profis, dann wurde er von Joachim Löw abgelöst. Immer wieder zog es ihn aber auch zu seinem Heimatverein VfR Mannheim, bei dem er im März 2001 auf Günter Sebert folgte. 2005 und 2007 übernahm Ulrich bei den Rasenspielern ebenfalls Verantwortung. „Der VfR Mannheim trauert um eine Persönlichkeit, die sich um den Verein verdient gemacht hat und wünscht den Hinterbliebenen rund um seinen Bruder und ehemaligen VfR-Vereinspräsidenten Wolfgang Ulrich viel Kraft für die kommenden Tage, Wochen und Monate“, hieß es in einer Mitteilung des Clubs.

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Ulrich prägte viele junge Fußballer beim FC Bayern München

Die längste Zeit seiner Trainertätigkeit verbrachte Ulrich jedoch beim FC Bayern München, dessen U 23 er ab 2009 neun Jahre als Assistenzcoach begleitete. Dort würdigte ihn am Dienstag Vorstandschef Oliver Kahn als „entscheidende Figur“ am Beginn seiner eigenen Fußball-Karriere. „Er hat Generationen von jungen Fußballern geprägt. Seine Arbeit, sein Engagement und seine zahlreichen Tipps haben viele große Karrieren ermöglicht. Wir alle sind Rainer Ulrich ewig dankbar und werden ihn nie vergessen“, sagte Kahn. Die Bayern hoben hervor, dass Ulrich viele Talente des FC Bayern geformt habe – „von Sammy Kuffour, Dietmar Hamann und Alexander Zickler über David Alaba bis hin zu Emre Can – und zu Beginn seiner Trainertätigkeit förderte er als Amateurcoach beim KSC auch den jungen Torwart Oliver Kahn“. (mit dpa)

Redaktion Sportredakteur, Schwerpunkte SV Waldhof, Rhein-Neckar Löwen.