Handball-Badenliga

Friedrichsfeld will zurück zu alter Stärke

In Plankstadt soll der jüngste Auftritt gegen Dossenheim zurechtgerückt werden. Die SGH steht vor einer Pflichtaufgabe

Von 
Marcus Essinger
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Mannheim. Einmal kräftig geschüttelt haben sich die Badenliga-Handballer des TV Friedrichsfeld. Die jüngste 36:39-Heimschlappe gegen die TSG Dossenheim schmerzte, aber viel Zeit zum Klagen gab es nicht: Am Samstag (18 Uhr) steht schon das Derby bei der TSG Plankstadt an und da will Trainer Marcus Gutsche mit seinem Team wieder in die Erfolgsspur zurück.

„Wir haben in den Trainingseinheiten die Fehler angesprochen, haben gut gearbeitet und fahren jetzt mit dem festen Vorsatz nach Plankstadt, dort zu punkten“, gibt sich Gutsche kämpferisch, warnt aber gleichzeitig vor dem Gegner. Ein Spaziergang, darüber ist man sich beim TVF bewusst, wird das nicht.

TVF-Rechtsaußen Tobias Seel plagt sich noch mit einer Fußverletzung. © Nix

„Wir wissen, dass der Auftritt gegen Dossenheim nicht das war, was die Mannschaft eigentlich kann. In Plankstadt müssen wir nun zu der Leistung zurückfinden, die uns so lange im vorderen Drittel hat mitmischen lassen – und dahin wollen wir auch wieder zurück“, sieht Friedrichsfelds Sprecher Florian Kuhn die Zeit gekommen, nach vier Niederlagen wieder einen Sieg einzufahren. „Wir haben nie von der Meisterschaft gesprochen. Unser Ziel ist es, ein positives Punktekonto zu erreichen und das so positiv wie möglich“, sieht er einen Rang zwischen drei und fünf als realistisch an. „Das kann unsere Mannschaft leisten“, ist er überzeugt. Derzeit ist der TVF auf Rang sieben (15:13 Punkte) abgerutscht, Plankstadt liegt als Zehnter (11:15) noch vier Zähler dahinter.

Noch Fragezeichen hinter Seel

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Vor der TSG hat man in Friedrichsfeld viel Respekt. So fordert Gutsche insbesondere ein besseres Rückzugsverhalten als zuletzt gegen Dossenheim. Mit Julian Maier verfügt Plankstadt über einen extrem konterstarken Akteur. „Wenn wir da nicht aufpassen, wird es schwer. Unser Ziel muss es sein, Plankstadt möglichst oft in den Positionsangriff zu zwingen. Dann steigen unsere Chancen“, sagt der TVF-Coach, der nahezu auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann. Nur hinter dem Einsatz von Rechtsaußen Tobias Seel steht noch ein Fragezeichen. Ob er rechtzeitig fit wird, ist offen.

Eine Pflichtaufgabe wartet am Samstagabend (19.30 Uhr) auf die SG Heddesheim (4.), wenn die SG Leutershausen II zu Gast in der Nordbadenhalle ist. Das Derby gegen die Bergsträßer hat seinen Schrecken verloren, die Punkte sind fest eingeplant. „Es muss ganz klar unser Anspruch sein, dieses Spiel zu gewinnen. Wir müssen konzentriert und mit der nötigen Bereitschaft zur Sache gehen, damit wir von Beginn an keine Zweifel aufkommen lassen“, will SGH-Trainer Frank Schmitt das punktlose Schlusslicht erst gar nicht stark reden. Seine Pflichtspielpremiere im Trikot der Heddesheimer wird gegen Leutershausen Raimonds Trifanovs geben. „Jetzt ist er spielberechtigt, nachdem das am vergangenen Wochenende gegen Birkenau noch ganz knapp nicht gereicht hat“, ist Schmitt froh über die Verstärkung im Rückraum.

Unterdessen laufen die Planungen für die kommende Runde auf Hochtouren: Frank Schmitt gab die Zusage für die nächste Spielzeit, und inzwischen sind auch Gespräche mit Neuzugängen weit vorangetrieben worden. Der Stamm des aktuellen Teams bleibt bis auf Christopher Hindrichs, der aus privaten Gründen die SGH verlässt, zusammen. „Es sieht ganz gut aus. Wir werden eine schlagkräftige Mannschaft haben“, ist der Trainer überzeugt.

Auch beim TSV Amicitia Viernheim hat Trainer Christian Müller schon frühzeitig für die nächste Saison verlängert, will in dieser Runde aber noch möglichst weit nach oben klettern. Nach Abzug einer Zwei-Punkte-Strafe wegen fehlender Schiedsrichter belegen die Südhessen vor dem Heimspiel am Samstagabend (19.30 Uhr) gegen den TV Hardheim (8.) Rang drei, haben aber zumindest Platz zwei noch im Visier. Diesen Rang hat derzeit Pforzheim/Eutingen mit drei Zählern Vorsprung inne.

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