Stemm- und Ringclub - Viernheimer Kraftsportler hätten am Wochenende Deutsche Meisterschaften ausgerichtet

Jubiläum unter Pandemieregeln

Von 
Othmar Pietsch
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Die Sportler des Stemm- und Ringclubs hoffen auf die Bundesliga-Saison ab September. © SRC

Viernheim. Groß war der Jubel beim Stemm- und Ringclub (SRC) von 1896 noch vor einigen Monaten gewesen. Damals schafften die Herren erstmals den Aufstieg in die erste Bundesliga und dem Verein wurde die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften 2021 der weiblichen Jugend übertragen. Außerdem begannen die Vorbereitungen für das 125-jährige Bestehen des Vereins. Corona hat das alles zunichte gemacht. Die Bundesligasaison wurde storniert, die Titelkämpfe abgesagt und das Jubiläum kann der Verein nur im kleinen Rahmen feiern.

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Bundesligastart im September

Trotzdem haben die Verantwortlichen und die Sportler den Mut nicht verloren. Im September soll die Bundesligasaison beginnen und das Jubiläum so gut wie möglich begangen werden. „Dann wird es auch ein Jubiläumsbuch geben, das nicht nur den Anhängern unseres Sports große Freude bereiten wird“, strahlt der erste Vorsitzende Peter Neuß Optimismus aus. Und als Ausrichter von Meisterschaften steht der SRC sicher bald wieder zur Verfügung.

An diesem Wochenende sollten in der Waldsporthalle ursprünglich die Deutschen Meisterschaften der Mädchen stattfinden. Aber schon Ende vergangenen Jahres wurde eine Verschiebung in den Mai angedacht. Da aber auch dieser Termin nicht zu halten war, gaben die SRC-Verantwortlichen die Titelkämpfe an den DRB zurück.

„Der Deutsche Ringerbund hatte den Oktober als weitere Alternative ins Spiel gebracht, aber dann wäre die Halle auch von anderen Sportarten genutzt worden. Die Vorbereitungen hätten eine Woche gedauert. So lange wollten wir die Halle aber nicht belegen“, begründete Neuß den Rückzug.

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Jetzt konzentriert sich das sportliche Geschehen auf die Bundesligasaison, die im September starten soll. „Die Kaderplanung läuft längst. So wie es aussieht, wird es keine großen Veränderungen geben. Auch wenn mit Nationalmannschaftsringer Horst Lehr ein zuverlässiger Punktesammler nicht mehr dabei ist, konnten wir die Eckpfeiler halten. Wir wollen in der höchsten Liga unsere Visitenkarte abgeben und Viernheim würdig vertreten“, gibt der erste Vorsitzende als Ziel aus, wollte aber noch keine Namen der Neuverpflichtungen nennen.

Unglücklich über die Staffeln

Mit der Aufteilung in vier Staffeln können sich Peter Neuß und seine Vorstandskollegen, aber auch einige Fans, allerdings nicht anfreunden. Die Südhessen treffen in der Südost-Gruppe auf Johannis Nürnberg, Wacker Burghausen, den ASV Schorndorf, den AC Lichtenfels und die RKG Reilingen-Hockenheim. Es fehlen also Derbys wie gegen Heilbronn oder Mainz und auch Kämpfe gegen namhafte Teams wie Köllerbach, Adelshausen oder Urloffen.

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Bei nur fünf Heimkämpfen fehlen wichtige Einnahmen und dazu kommen weite Auswärtsfahrten. Immerhin kommt am 11. September zum Ligastart die RKG Reilingen-Hockenheim in die Waldsporthalle, was eine volle Hütte verspricht – vorausgesetzt es sind Zuschauer erlaubt. Ringkampftraining dürfen derzeit nur die Bundesligaathleten und die Kaderringer des nordbadischen Verbandes und des deutschen Nationalteams absolvieren. „Aber davon haben wir einige in unseren Reihen“, merkt Neuß an. Der Rest, hauptsächlich der Nachwuchs, darf noch nicht in die Halle und auf die Matte. Die Talente müssen sich mit kontaktfreiem Sport im Freien fit halten. Das sind meist Waldläufe. Der Verband bietet auf seiner Homepage aber auch ein Online-Training an, das man zu Hause machen kann.

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Viel Arbeit hatte zuletzt auch Peter Beringer. Der langjährige Geschäftsführer ist Hauptverantwortlich für die Festschrift, die dem Anlass entsprechend umfangreich und interessant ausfallen soll. „Darauf können sich die Viernheimer Ringerfreunde schon jetzt freuen“, weckt Peter Neuß bereits jetzt die Neugier. Ob man in diesem Jahr das Jubiläum auch im gebührenden Rahmen feiern kann, muss abgewartet werden. Überlegungen dazu sind auf jeden Fall vorhanden.

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