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Klima - Drei Träger des Wolfgang-Raufelder-Preises / Sonderehrung vergeben

Umweltschützer prämiert

Von 
Valerie Gerards
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Preisträger (vorne v. l.): Günter Bergmann, Cäcilie Bauer (Turley-Projekt), Clara Legner, Nemea Holme (LFG), Caroline Golly, Carmen Schneider (Surfrider). © Gerards

Mannheim. Mit dem Wolfgang-Raufelder-Preis sind jetzt im Kulturhaus in Käfertal gleich drei Preisträger für ihr Engagement im Umweltschutz ausgezeichnet worden: Die Surfrider-Foundation Baden-Pfalz und das Mietshäuser-Syndikat umBAU² Turley teilten sich den mit 5000 Euro dotierten Preis. Mit einem Sonderpreis in Höhe von 1000 Euro wurde das Projekt „Untersuchungen zur Schädlichkeit von herumliegenden Zigarettenkippen für die Umwelt“ bedacht. Die Laudatio hielt der Grünen-Staatssekretär und Biologe André Baumann.

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„Wolfgangs Herzensangelegenheit war der Umweltschutz. Wir behalten ihn mit der Preisverleihung in Erinnerung und setzen heute damit ein Zeichen, wie wichtig das Thema für uns alle ist“, begrüßte Vorstandsmitglied Barbara Hoffmann die Angehörigen und Freunde des im Jahr 2016 verstorbenen Landtagsabgeordneten.

Solar auf alle Dächer bringen

Vom Fernsehturm aus habe man eine gute Aussicht auf die hell erleuchtete Stadt, schlecht gedämmte Häuser und den großen Energiebedarf der Mannheimer Industrie, sagte Staatssekretär André Baumann. Es sei eine Pflichtaufgabe, bei allen Neubauten und jeder Art von energetischer Sanierung Photovoltaik auf die Dächer zu bringen. Mit dem bestehenden Fernwärmenetz sei Wärme aus erneuerbaren Energien in Mannheim und Schwetzingen durchaus machbar. „Wir haben keine Ausrede gegenüber den nachfolgenden Generationen!“

Umso mehr freute er sich, dass das Projekt umBAU² Turley für seine zukunftsweisende, klimaschonende Gebäudetechnik den zweiten Platz erhielt. Günter Bergmann nahm die Auszeichnung stellvertretend für die 33 Personen große Gruppe in Empfang. „In Turley wird Pionierarbeit geleistet, energieeffizient und ressourcenschonend gebaut, ein Verkehrskonzept mit weniger Autos erstellt“, würdigte er das Projekt.

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Wie wichtig es ist, Überflutungswiesen zu schaffen und Auen zu renaturieren, wie es in Abschnitten zwischen Mannheim und Heidelberg geschieht, zeigen die Ereignisse vom Juli und August dieses Jahres. 30 Milliarden Euro habe die Beseitigung der jüngsten Hochwasserschäden gekostet, davon zwei Milliarden aus Baden-Württemberg, zeigte der Staatssekretär auf. Aber auch wenn einige Flussabschnitte renaturiert und die Gifte in den Gewässern weniger würden: Die Vermüllung nehme zu. Die Surfrider Foundation Baden-Pfalz erhielt deshalb für ihr Engagement den ersten Platz. Mit zahlreichen Reinigungsaktionen hat die 2019 gegründete Gruppe schon viel bewegt, etwa Rhein- und Neckarufer sowie den Vogelstangsee von Müll gereinigt. „Wir können gar nicht genug öffentliche Aufmerksamkeit bekommen. Unsere Türen sind offen, da dürfen auch ruhig 5000 Leute zum Cleanup kommen“, sagte Caroline Golly.

Einen Sonderpreis erhielten Clara Legner und Nemea Holme vom Ludwig-Frank-Gymnasium (LFG). Die beiden Schülerinnen haben die Schädlichkeit von herumliegenden Zigarettenkippen untersucht und verschiedene Maßnahmen erprobt, Raucher zu einer ordnungsgemäßen Entsorgung zu bewegen. „Unser Ziel sind noch mehr Entsorgungskästen.“

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