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Pharma

Neuer Roche-Konzernchef hat Mannheimer Vergangenheit

Thomas Schinecker rückt 2023 an die Spitze des Schweizer Pharma-Konzerns. Von Mannheim aus hat er mehrere Jahre das deutsche Diagnostics-Geschäft geleitet.

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Fas/dpa
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Basel/Mannheim. An der Spitze des Pharma-Konzerns Roche kommt es zu großen Veränderungen - und der künftige Konzernchef hat auch eine Mannheimer Vergangenheit. Wie Roche am Donnerstag mitteilte, steht Verwaltungsratspräsident Christoph Franz bei der Generalversammlung im März 2023 für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Als sein Nachfolger soll der gegenwärtige Chef Severin Schwan vorgeschlagen werden. Neuer operativer Chef soll per 15. März 2023 der bisherige Leiter der Division Diagnostika, Thomas Schinecker, werden. Der Manager war von 2013 bis Ende 2017 Geschäftsführer von Roche Diagnostics Deutschland mit Sitz in Mannheim.

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Thomas Schinecker arbeitete mehrere Jahre bei Roche in Mannheim. © roche

Schinecker wurde 1975 im bayerischen Simbach am Inn geboren und lebte als Kind und Jugendlicher lange in Singapur, wo seine Eltern arbeiteten. Der in den USA promovierte Biochemiker begann seine Karriere im Roche-Konzern im Jahr 2003, auch damals zählte Mannheim zu einer seiner ersten Stationen. In den Folgejahren war Schinecker durchgängig in der Diagnosticssparte tätig, zuletzt als deren Vorstandschef. Das Diagnostik-Geschäft von Roche ist neben Pharma das zweite wichtige Standbein des Konzerns. Der Bereich liefert unter anderem Testbedarf an Labore oder Blutzucker-Messgeräte für Diabetiker und steht für rund ein Drittel des Umsatzes.

Im zweiten Quartal ließ die Absatzdynamik mit Corona-Tests und -Medikamenten bei Roche wie erwartet nach. Das Wachstumstempo hat sich damit nach sechs Monaten deutlich verlangsamt. Das Management bekräftigte am Donnerstag den eher vorsichtigen Ausblick auf das Gesamtjahr.

Den Konzernumsatz für die ersten sechs Monate 2022 beziffert Roche in einer Mitteilung auf 32,3 Milliarden Franken (knapp 32,6 Milliarden Euro), was einem Plus von 5 Prozent entspricht. Unter dem Strich blieb nach dem Finanzreportstandard IFRS ein Konzerngewinn von 9,1 Milliarden Franken (knapp 9,2 Milliarden Euro) übrig, ein Plus von 12 Prozent zur Vorjahresperiode. Der operative Kerngewinn, auf den Analysten vornehmlich schauen, stieg um 9 Prozent auf 12,7 Milliarden Franken (12,8 Milliarden Euro).

Für das Geschäftsjahr 2022 bleibt das Roche-Management bei seinem vorsichtigen Ausblick. Zu konstanten Wechselkursen peilt der Konzern ein Verkaufswachstum im stabilen bis niedrigen einstelligen Prozentbereich an.

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