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Justiz

Entscheidung zu möglicher Abberufung von SAP-Aufsichtsratsmitglied verzögert sich

Von 
Alexander Jungert
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Walldorf/Mannheim. Der Aufsichtsrat des Walldorfer Softwarekonzerns SAP will ein Mitglied gerichtlich abberufen lassen - eine Entscheidung dazu wird wohl erst Ende Oktober fallen. Es seien noch weitere Ermittlungen und eine Gelegenheit zur Stellungnahme nötig, erklärte eine Sprecherin des Mannheimer Amtsgerichts auf Anfrage. Ursprünglich war die Entscheidung schon in diesen Tagen erwartet worden.

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Ein Firmengebäude am SAP-Stammsitz Walldorf. © SAP/Stephan Daub

Bei dem Aufsichtsratsmitglied, das das Gremium gerichtlich abberufen lassen will, handelt es sich um den ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden der SAP SE. Dem Mann war vom Konzern außerordentlich fristlos gekündigt worden. Er soll einem Kollegen dabei geholfen haben, Mauscheleien bei Arbeitszeiten zu verschleiern. Der Verdacht der Urkundenfälschung steht im Raum. In einem internen Dokument von SAP ist sogar von „krimineller Energie“ die Rede. Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende hat über den Deutschen Bankangestellten-Verband (DBV) ein Gewerkschaftsmandat im Aufsichtsrat, das unabhängig von seiner Anstellung bei SAP gilt.

Vor dem Arbeitsgericht Mannheim geht er derzeit gerichtlich gegen seine Kündigung vor. Ein Verhandlungstermin ist für Anfang Dezember angesetzt. jung

Redaktion Alexander Jungert, 1980 in Bruchsal geboren, hat beim "Mannheimer Morgen" volontiert und ist seit 2010 Wirtschaftsredakteur. Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Tagesspiegel" in Berlin. Schreibt am liebsten darüber, was regionale Unternehmen und deren Mitarbeiter umtreibt.

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