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Bereifung

Vor- und Nachteile von Ganzjahresreifen

Mit dem Herbst startet die Wechselsaison von Sommer- auf Winterpneus. Ist das notwendig oder tut es auch ein Satz für alle Jahreszeiten?

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tmn
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Jedes halbe Jahr steht bei vielen Autofahrern der Reifenwechsel im Kalender. © Markus Scholz/dpa-tmn

München. Ein Satz Reifen statt zwei im Wechsel – das spart zwei Werkstatt-Termine pro Jahr oder die eigene Anstrengung beim Reifentausch. Und man muss sich keine Gedanken um den richtigen Zeitpunkt des Wechsels machen. „Wenn Sie vom Wintereinbruch überrascht werden, dann haben Sie die Reifen schon drauf“, sagt Vincenzo Lucà vom TÜV Süd. Denn bei Schnee und Matsch auf den Straßen sind Sommerreifen in Deutschland nicht mehr erlaubt – Bußgelder drohen. Mit den Allroundern können Autofahrer außerdem die Kosten für eine mögliche Einlagerung sparen. Oder sie sparen den Platz im Keller.

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Unlösbarer Spagat

Bei den Kosten für die Reifen dagegen gibt es laut Lucà keine wesentliche Ersparnis. „Ganzjahresreifen haben auch ihren Preis und Sie fahren sie das ganze Jahr“, sagt der TÜV-Sprecher. „Sie fahren sich also schneller herunter und müssen öfter ausgetauscht werden.“

Autofahrern muss klar sein, dass Ganzjahresreifen immer einen Spagat versuchen. Dabei haben sie ihre Stärke entweder im Winter- oder Sommerbereich. Doch selbst ein Allwetterreifen mit guter Wintereignung reicht nicht an einen reinen Winterreifen heran. „Wer zum Skifahren will in den österreichischen Alpen, kommt um einen Winterreifen nicht herum“, sagt Lucà.

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Wer dagegen viel in großer Hitze unterwegs ist, ist mit einem Sommerreifen wohl besser beraten. „Für Extreme müssen Sie den Spezialisten nehmen“, erläutert Vincenzo Lucà.

Für wen eignen sich somit Ganzjahresreifen? Im Grunde für Autos, auf die folgende Punkte zutreffen: Sie werden im Jahr nicht allzu viele Kilometer gefahren, sind vor allem im Flachland ohne große Schneemengen und überwiegend in der Stadt unterwegs.

Trifft das zu, stehen Halterinnen und Halter immer noch vor der Qual der Wahl: Welcher Ganzjahresreifen ist der Beste? Das kommt wiederum auf den konkreten Einsatz ein. Einen ersten Anhaltspunkt bietet das auf dem Reifen angebrachte EU-Reifenlabel.

Auf Reifentests achten

Die dort dargestellten Kriterien sind unter anderem der Rollwiderstand, die Nasshaftung sowie das Außenabrollgeräusch. Der Rollwiderstand etwa erlaubt Rückschlüsse darauf, wie viel Benzin das Auto mit einem bestimmten Reifen mehr oder weniger verbraucht.

Diese Aspekte sollten Käuferinnen und Käufer schon einmal für sich gewichten, empfiehlt der TÜV-Experte. „Wer Details wissen will, sollte sich die Reifentests von Automobilclubs oder in Fachzeitschriften ansehen.“ tmn

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