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Hyundai Bayon: Ein neuer Name auf unseren Straßen

Von 
Klaus Brieter
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mid München - Markantes Gesicht: Der Hyundai Bayon fällt im Straßenbild auf. © Hyundai

Der koreanische Autohersteller Hyundai hat ein Mini-SUV auf die Räder gestellt, das mit seinem Design große Aufmerksamkeit erzielt. Trotz seiner kompakten Ausmaße geizt der Bayon nicht mit Innenraum und bietet sich als praktisches Gefährt in und neben der Stadt an. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat den kleinen Bruder des Kona in der Praxis ausprobiert.

Mit dem Bayon platziert Hyundai eine völlig neue Modellreihe, die vom Format her betrachtet knapp unter dem Kona angesiedelt ist. Wer die Botschaft des Namens ergründen will, sollte sich in Frankreich etwas auskennen und den Erfindungsreichtum der Marketing-Spezialisten nicht unterschätzen.

Des Rätsels Lösung ist die französische Stadt Bayonne, die zwischen den Pyrinäen und der Atlantikküste liegt und als Anziehungspunkt für meist junge, sportlich orientierte Menschen gilt, die es mit dem Segeln oder Wandern haben. Damit ist die Zielgruppe unter den Lifestyle-Kunden von den Verkaufsstrategen klar definiert.

Ganz ohne verbales Kunstturnen kommt man viel schneller ans Ziel: Denn wer ein kompaktes, praktisches Auto mit gutem Platzangebot sucht, und die erhöhte Sitzposition schätzt, findet mit dem Bayon das passende Gefährt. Unabhängig davon, wie alt und wie sportlich man ist. Der urbane Mensch wird am Hyundai-Mini-SUV besonders schätzen, dass bei der Parkplatzsuche die passende Lücke schnell gefunden ist.

Wer zur Mildhybrid-Version mit 120 PS und 48-Volt-Technik greift, darf sich darüber freuen, dass der kernig klingende 1-l-Turbo-Dreizylinder immerhin in knapp über 10 Sekunden von Null auf Hundert sprintet und bis zu Tempo 185 schnell ist.

Da der angeflanschte Elektromotor speziell in der Anfahr- und Beschleunigungsphase noch einen Hauch von Drehmoment drauflegt, lässt sich der Fronttriebler sogar schaltfaul bewegen, was letztlich den Benzinkonsum eindämmt. Allerdings darf man speziell im Fahrmodus "ECO" bei niedrigen Drehzahlen keine spontane Gasannahme erwarten.

Die von uns gefahrene Version mit "intelligentem" Sechsgang-Schaltgetriebe flanscht die Kupplung ab, sobald das Gaspedal gelupft wird. Dann beginnt der Bayon zu segeln, indem er bei Leerlaufdrehzahl den Schwung ausnutzt. Trotz dieser Finesse ist es schwerlich möglich, den angegebenen Normverbrauch (5,5 l/100 km) zu realisieren. Im gemischten Betrieb sind eher Werte zwischen 6,5 und 7,5 Liter einzukalkulieren.

Insgesamt macht der Antrieb keinen besonders harmonischen Eindruck, besonders dann, wenn die Gangwechsel bei höherer Drehzahl absolviert werden. Dann macht der Bayon wegen der Schwungmasse des Generators nach dem Einkuppeln ruckartig einen kleinen Satz nach vorn.

Gefallen wird dem Kunden die gute Verarbeitung, wenngleich das Armaturenbrett seine Hartplastikteile nicht versteckt. Die gut ablesbaren Instrumente (mit integrierter Ganganzeige), die einfache Bedienung und die gut ausgeformten Sitze tragen ebenfalls zum Wohlbehagen bei. Auch die Fondpassagiere haben wegen des keineswegs engen Knieraums und der nur sanft abfallenden Dachlinie keinen Grund zur Klage.

Obwohl der kleine Hyundai schon in der Grundversion "Pure" über zahlreiche Assistenzsysteme verfügt, überrascht es, dass der nützliche Totwinkelwarner selbst in der gefahrenen Top-Ausstattung "Prime" erst mit dem Assistenzpaket Plus (750 Euro) an Bord kommt.

Gleichwohl muss man dem Bayon bescheinigen, dass es in dieser Ausstattungsvariante fast an nichts mangelt. Sogar das Navigationssystem ist dann bereits implantiert. Im Testwagen kam zum Grundpreis von 27.190 Euro lediglich noch der Aufpreis für die Metalliclackierung (570 Euro) hinzu.

Egal für welche Ausstattungslinie man sich entscheidet: Der Hyundai ist mit seinem ungewöhnlichen Design ein echter Hingucker, der im Straßenbild auffällt. Das Lichtspiel von Sicken und Kanten sowie der gewaltige Knick in der Heckklappe ziehen die Blicke magisch an, nicht selten wurden wir von anderen Verkehrsteilnehmern überholt, die auch das markante Gesicht mit den Tagfahrlicht-Schlitzaugen sehen wollten. Den Schriftzug am Heck mit dem Namen des neuen Modells hatten sie da schon gelesen.

Klaus Brieter / mid

Technische Daten Hyundai Bayon 1.0 T-GDI+48 Volt Hybrid 6-iMT Prime

- Länge / Breite / Höhe: 4,18 / 1,78 / 1,50 Meter
- Antrieb: Dreizylinder-Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung
- Leistung: 88 kW/120 PS
- Hubraum: 998 ccm
- max. Drehmoment: 172 Nm bei 1.500 - 4.000 Umdrehungen/min
- Getriebe: 6-Gang-Handschaltung, Frontantrieb
- Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 10,4 Sekunden
- Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h
- Normverbrauch: 5,5 l Super/100 km
- CO2-Emissionen: 125 g/km
- Preise: ab 16.790 Euro (Pure)

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