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Boom-Branche Caravaning: So teuer wird ein Wohnmobil

Von 
Andreas Reiners
Lesedauer: 
mid Groß-Gerau - Geldanlage auf Rädern: Ein Wohnmobil ist in der Regel sehr wertstabil. © ADAC

Caravaning ist in der Coronakrise überaus beliebt, die Branche freut sich über einen Rekord nach dem anderen. Echte Schnäppchen sind bei Wohnmobilen allerdings selten geworden. Basierend auf einer aktuellen Studie geben Käufer von Wohnmobilen derzeit rund 55.000 Euro für ein neues Modell und 25.000 Euro für ein gebrauchtes Fahrzeug aus. Wenn die Fahrzeuge richtig üppig ausgestattet sind, wird der Preis auch schon mal sechsstellig.

Nicht zu vergessen im Hinblick auf das nötige Budget sind die mit dem Betrieb eines Wohnmobils verbundenen, regelmäßig anfallenden Kosten wie Versicherung (Haftpflicht und in aller Regel Vollkaskoschutz), Kfz-Steuer, TÜV (Hauptuntersuchung), Gasprüfung, Standgebühren (Überwinterung, Unterbringung am Heimatort) oder Wartung und Reparaturen (Reifen, Ersatzteile).

Dennoch: Immer mehr Camping-Begeisterte wollen ein Wohnmobil kaufen. Die Neuzulassungen der Reisemobile legten laut des Industrieverbandes CIVD im ersten Halbjahr 2021 um 22,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu und erreichten mit 48.508 Fahrzeugen einen neuen Bestwert für diesen Zeitraum. Doch Neufahrzeuge sind nicht nur teuer, sie haben zudem ziemlich lange Lieferzeiten. Der Verhandlungsspielraum für Rabatte ist gering, die Preisabschläge für gebrauchte Wohnmobile gegenüber dem Neupreis sind ebenfalls niedriger als bei Pkw üblich, weil Wohnmobile wertstabiler sind und oft Jahrzehnte im Einsatz bleiben.

Eine gute Zeit, ein gebrauchtes Wohnmobil zu kaufen,sind Herbst und Winter. Nach der Hauptsaison geben nicht nur Private häufiger ihr Fahrzeug ab. Viele Wohnmobil-Vermietungen sortieren ältere Modelle, oft Jahres- oder Halbjahreswagen, aus, um mit einer neuen Flotte in die nächste Saison zu starten.

Für viele, die oft mit dem Wohnmobil in Urlaub fahren, stellt sich nun aber noch folgende Frage: Ab wann lohnt ein Kauf? Hier gilt folgende Faustregel: Wer mehr als sechs Wochen im Jahr mit dem Camper unterwegs ist bzw. sein kann, sollte über einen Kauf nachdenken. Gerade für Anfänger macht es aber Sinn, zuerst ein Wohnmobil zu mieten: Erst einmal ausprobieren und dann kaufen. Nur so ist gewiss, dass Camping auf Dauer der richtige Urlaub für die eigene Familie sein kann, so der ADAC.

Steht das eigene Wohnmobil schließlich vor der Tür, empfiehlt sich neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung auch eine Vollkasko abzuschließen. Schäden am Fahrzeug, selbstverschuldet oder nicht, können sonst finanziell zu bösen Überraschungen führen. Für das Campinginventar gibt es überdies eigene Policen.

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