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Affenpocken

Erste Todesfälle in Europa

Experten fordern mehr Maßnahmen gegen Virus

Von 
dpa
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Madrid. Erstmals sind in Europa Todesfälle nach einer Affenpocken-Infektion bekannt geworden. Die beiden Männer starben am Freitag und Samstag in Spanien, wie Gesundheitsbehörden des Landes mitteilten. Die beiden Patienten starben in Krankenhäusern in den Regionen Valencia und Andalusien. Beide waren amtlichen Angaben zufolge mit einer Gehirnentzündung eingewiesen worden. Mehrere spanische Experten betonten, beide Todesfälle seien wahrscheinlich auf Vorerkrankungen zurückzuführen.

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Spanien ist eines der von den Affenpocken am stärksten betroffenen Länder. Bei etwa 4300 erfassten Fällen habe es etwa 120 Krankenhaus-Einweisungen gegeben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Experten forderten mehr und bessere Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Krankheit.

Mehr Impfungen sollen im Kampf gegen Affenpocken helfen. © Seco/AP/dpa

Der Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten an der Uniklinik Badalona, Roger Paredes, forderte, dass die Behörden nicht nur in Spanien, sondern in ganz Europa die Aktionen gegen Affenpocken „beschleunigen und stärken müssen“ – etwa durch mehr Impfungen.

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Auch Brasilien meldete am Freitag einen ersten möglichen Todesfall. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zum aktuellen Affenpocken-Ausbruch zuvor fünf Tote registriert – alle in Afrika. Am vorigen Wochenende hatte die WHO die höchste Alarmstufe ausgerufen. Die weltweite Verbreitung der Infektionskrankheit ist ungewöhnlich, bisher war sie im Wesentlichen auf sechs afrikanische Länder beschränkt.

Der US-Bundesstaat New York rief wegen des Ausbruchs den Notstand aus, der vorerst bis zum 28. August gilt. Am Freitag meldete das Gesundheitsministerium des Bundesstaats 1383 Infektionen mit dem Affenpockenvirus, die sich hauptsächlich auf die Millionenmetropole New York konzentrierten. Das entspricht etwa einem Viertel der in den USA registrierten Fälle. 

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