SVW schraubt an der Zukunft: Unterlagen für NLZ eingereicht

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th/kpl
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Das Stadion am Alsenweg, die Heimat des SV Waldhof. © Eva Baumgartner

Mannheim. "Wir denken, dass wir im Frühjahr mal auf den Bewerbungsknopf drücken können", sagte Simon Landa noch Ende Februar im Gespräch mit dieser Redaktion. Nun hat der Jugendkoordinator des Fußball-Drittligisten SV Waldhof den Worten Taten folgen lassen und die Unterlagen für die Anerkennung eines Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht. Das gab der Verein per Pressemittelung bekannt. „Trotz der aktuellen Corona-Krise baut die Familie Beetz, das Präsidium und der Verein an der Zukunft unseres SVW“, wird Präsident Bernd Beetz in der Mitteilung zitiert.

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Die Blau-Schwarzen hoffen, alle erforderlichen Maßnahmen erfüllt zu haben, um die Zertifizierung des DFB zu erhalten. „Mit dem NLZ setzen wir einen wichtigen Pfeiler für den langfristigen Erfolg unseres SV Waldhof Mannheim, zu dem wir uns als Familie verpflichtet haben. Das Gesamtkonzept haben wir auf der letzten Mitgliederversammlung verabschiedet und nun umgesetzt“, so Beetz weiter

Der DFB bewertet ein NLZ dabei nach gewissen Kriterien und vergibt dabei bis zu drei Qualitätssterne. Es werden „alle infrastrukturellen, personellen, organisatorischen und nicht zuletzt sportlich-konzeptionellen Details eines Leistungszentrums mittels eines festgelegten Kriterienkatalogs überprüft und bewertet“, heißt es dazu auf der Homepage des DFB. In die Bewertung fließt also nicht nur die sportliche Förderung der Talente mit ein, sondern auch Punkte wie Strategie und Finanzen, Unterstützung und Bildung oder Infrastruktur und Ausstattung des NLZ. Das verpflichtende Zertifizierungssystem soll dabei zu weiteren Qualitätssteigerungen in der Arbeit in den Leistungszentren führen.

Für die Weiterentwicklung zu einem NLZ ist neben den zahlreichen Anforderungen  auch die Festanstellung von zwei hauptamtlichen Kräften Voraussetzung. Für Clubs ab der 2. Liga aufwärts ist ein NLZ sogar Pflicht. Auch deshalb hat SVW-Präsident Bernd Beetz für das Vorhaben einen sechsstelligen Sonderetat freigeschaltet.

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„Wir wollen die Qualität in der Nachwuchsarbeit am Alsenweg optimieren. Für den Verein ist eine Anerkennung ein Meilenstein und wäre der nächste ganz wichtige Schritt zur weiteren Professionalisierung und Förderung der Nachwuchsspieler, um in den nächsten Jahren Talente aus den eigenen Reihen für den Profikader gewinnen zu können“, hofft Landa, der gemeinsam mit Daniel Hecht bereits das bisherige Jugendförderzentrum leitet, auf grünes Licht aus Frankfurt.