Eishockey

Mad Dogs greifen nach Edelmetall

Beim Final Four um den DEB-Pokal treffen die Mannheimerinnen im Halbfinale auf Favorit Memmingen

Von 
Andreas Martin
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Das Ticket für die Paly-offs in der Bundesliga haben sich die Frauen der Mad Dogs Mannheim bereits sicher, nun wollen sie beim DEB-Pokal aufs Treppchen. © Pix

Mannheim. In der laufenden Eishockey-Bundesligasaison der Frauen haben die Mad Dogs Mannheim den erneuten Einzug ins Play-off-Halbfinale schon vier Spieltage vor Ende der Hauptrunde sicher. Am Wochenende startet das Pflichtspieljahr 2023 für die Mannheimerinnen aber mit einem anderen Halbfinale, denn beim Final Four um den DEB-Pokal in Füssen treffen die Schwarz-Gelben am Samstag (15.30 Uhr) in der Vorschlussrunde auf den EDCD Memmingen. Der Bundesliga-Spitzenreiter Memmingen gilt dabei als Favorit auf den Gewinn des DEB-Pokals, auch wenn sich am Samstag (19 Uhr) im zweiten Halbfinale noch der amtierende deutsche Meister ERC Ingolstadt und die Damen der Eisbären Juniors Berlin gegenüberstehen.

„Memmingen ist gegen uns der Favorit. Allerdings haben wir in der vergangenen Saison in der Bundesliga schon eine knappe Play-off-Halbfinalserie gegen sie abgeliefert und haben am Samstag nichts zu verlieren“, meint Mad Dogs-Trainer Randall Karsten, dass der Druck beim Gegner liegen dürfte. Die Mad-Dogs-Damen stehen dabei so dicht vor dem ersten Medaillengewinn in einem nationalen Topwettbewerb wie noch nie. Denn auch wenn das Finale (So., 14.30 Uhr) nicht erreicht werden sollte, bietet sich im Spiel um Platz drei (So., 11 Uhr) die Chance auf Edelmetall. Alle Spiele des Final Four gibt es auf DEB-online.live zu sehen.

Obwohl die Mad Dogs das Eistraining Anfang Januar wieder aufgenommen haben, steht ihnen in Füssen ein Kaltstart ins Haus, denn die eigentlich für den 7./8. Januar in Berlin vorgesehenen Bundesligaspiele wurden bereits auf den 3./4. Dezember vorgezogen. Eigentlich war nach dem 27. November in der Liga schon die Weihnachtspause eingeplant, „doch die Partien wurden verlegt, weil die Eisbären Juniors Berlin im Januar mehrere Spielerinnen für die U 18 WM Division I A in Italien ans DEB-Team abstellen sollten“, sagt Mad Dogs-Teammanager Dirk Clauberg, der damit vor einer unerwarteten Herausforderung stand. Schließlich hatte man bei den Mad Dogs das eigentlich spielfreie Wochenende schon längerfristig mit anderweitigen Terminen verplant und musste nun nicht nur Fahrt und Unterkunft mit zusätzlichen Kosten, sondern auch noch kurzfristig ein Team für die beiden Spiele in Berlin organisieren.

Play-off-Ticket schon lange sicher

„Wir hatten gerade einmal zwölf Spielerinnen und eine Torhüterin zur Verfügung, haben aber trotzdem beide Spiele gewonnen“, zeigte das Berlin-Wochenende für Coach Randall Karsten exemplarisch, warum die Mad Dogs mit ihrem großen Zusammenhalt bereits lange vor den nächsten Bundesliga-Heimspielen am 4. und 5. Februar gegen Bergkamen und den letzten beiden Hauptrundenspielen in Memmingen (18./19. Februar) das Play-off-Ticket gelöst haben.

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