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Tennis

Grün-Weiss muss nach unten schauen

Mit fünf Punkten auf der Habenseite ist der deutsche Meister noch nicht gesichert und will so schnell wie möglich Klarheit schaffen.

Von 
Jörg Aberle
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Mannheim. Die beeindruckende Serie von Grün-Weiss Mannheim mit 22 Heimspielen ohne Niederlage riss am vergangen Wochenende nach über sechs Jahren gegen Kurhaus Aachen – die neue Heim-Serie soll nun am Sonntag (11 Uhr) gegen den TSV Rosenheim beginnen. „Wir haben so eine lange Heimserie spielen können, weil wir eine überragende Rückendeckung durch die Zuschauer und natürlich auch das Quäntchen Glück immer wieder mal auf unserer Seite hatten, wenn es knapp war. Der ganze Spirit zuhause ist schon etwas besonderes und ich hoffe, dass wir jetzt wieder eine Serie starten können“, erläutert Teamchef Gerald Marzenell die Erfolgsformel der „Heimmacht Mannheim“ und richtet den Blick nach vorne.

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Maximilian Marterer steht für einen Einsatz gegen Rosenheim bereit. © Pix

Nach zunächst starkem Saisonstart findet sich der Meister der vergangenen drei Bundesliga-Spielzeiten im Tabellenmittelfeld wieder und benötigt nach zwei Niederlagen in Folge dringend wieder ein Erfolgserlebnis. „Mit 5:5 Punkten sind wir noch nicht gesichert, man braucht sieben Punkte um in der Liga zu bleiben. Wir haben mit Rosenheim und in Essen zwei schwere Spiele vor der Brust. Am letzten Wochenende spielen wir in Düsseldorf und gegen Großhesselohe, die beide noch um den Titel kämpfen. Deswegen müssen wir jetzt Punkte sammeln“, erläutert Marzenell die Ausgangssituation vor dem Duell mit dem Tabellenachten aus Rosenheim.

Gute Ausgangslage verspielt

Um nicht doch in die Bredouille zu kommen, wird Mannheim wieder mit Pedro Martinez im Einzel und Kevin Krawietz im Doppel antreten. Davis-Cup-Spieler Krawietz schied mit Doppelpartner Andreas Mies am Freitag im Halbfinale in Kitzbühel aus, Martinez feierte dagegen mit dem Italiener Lorenzo Sonego den Einzug ins Finale in Österreich. Dort trifft er am Samstag ausgerechnet auf den Aachener Tim Pütz, der am Wochenende an der entscheidenden Doppelniederlage gegen Grün-Weiss beteiligt war. Ebenfalls für einen Einsatz bereit stehen Maximilian Marterer, Neuzugang Daniel Cukierman aus Israel sowie die beiden Talente Max Rehberg und Philip Florig. Der Einsatz von Bernabe Zapata Miralles entscheidet sich kurzfristig. Der Spanier stand am Freitag noch im kroatischen Umag auf dem Platz.

Einfach wird es gegen die Oberbayern keinesfalls werden. Schon im Vorjahr wurde Mannheim vom Aufsteiger überrascht und musste mit einer 2:4-Niederlage heimreisen. „Wir haben vergangenes Jahr in Rosenheim verloren. Der TSV ist sehr unberechenbar, ein unangenehmer Gegner mit guten Spielern in seinen Reihen“, erinnert sich Marzenell.

Hoffnung auf Thiem zerschlagen

Ein letztes Ass im Ärmel kann Mannheims Teamchef zudem nicht ziehen. Die Hoffnung auf einen Einsatz von US-Open-Sieger Dominic Thiem zerschlug sich am Freitagnachmittag. Nach seinem Viertelfinal-Aus in Kitzbühel gegen Yannick Hanfmann macht der ehemalige Weltranglistendritte aus Österreich keinen Abstecher ans Feudenheimer Neckarplatt. „Die Chance das Dominic spielt war da. Je länger er beim Turnier in Kitzbühel spielt, desto geringer wurde die Wahrscheinlichkeit. Zumal er jetzt schon das vierte Turnier in Folge gespielt hat“, erklärt Marzenell.

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