Handball-Bezirksoberliga

Hartes Stück Arbeit für den TVG

29:26 bei der ESG Erfelden

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Groß-Rohrheim. Diesmal waren beim TV Groß-Rohrheim Nehmer-Qualitäten gefragt: Im Bezirksoberliga-Auswärtsspiel bei der ESG Erfelden mussten die Handballer von Trainer Frank Herbert einiges einstecken. Die erfahrenen Gastgeber kauften mit ihrer robusten, körperbetonten Spielweise dem jungen TVG-Team gerade in der Anfangsphase den Schneid ab. „Wir hatten schon unsere Probleme“, gab Herbert zu, freute sich aber umso mehr, dass seine Spieler Kampfgeist und Moral zeigten und am Ende einen 29:26 (13:14)-Erfolg feierten. „Den haben wir uns aber auch redlich verdient“, fand der Coach.

Erfelden, das aktuell mit 2:12 Punkten Vorletzter ist, aber die meisten seiner Spiele nur denkbar knapp verloren hat, erwischte den besseren Start, legte nach dem 5:5 ein 9:5 vor (16.). Hebert reagierte mit einer Auszeit, stellt die Deckung auf eine 5:1-Formation um, was aber auch nicht wirklich funktionierte. „Das war nicht griffig genug“, beschreibt er den Grund, weshalb er kurz darauf wieder zur 6:0 zurückkehrte, die dann tatsächlich auch funktionierte. Beim 12:12 war der Ausgleich geschafft und beim 13:14 zur Pause wieder alles offen.

Torwart Sartorius hält Sieg fest

TVG-Keeper Jonas Sartorius zeigte eine famose Leistung. © Berno Nix

„Wir haben auch danach nicht wirklich gut gespielt, aber den Kampf angenommen und zumindest unsere Überzahlsituationen konsequent genutzt“, war Herbert im weiteren Verlauf nur bedingt zufrieden.

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Immerhin: Ab dem 16:15 war es der TVG, der regelmäßig vorlegte und kein einziges mal mehr in Rückstand geriet. Mehrfach führte Groß-Rohrheim mit zwei Toren, verpasste es aber danach immer wieder, auf drei zu erhöhen „und das, obwohl die Chancen da waren“, haderte der Trainer, der auch vergebene Konter notierte. So auch beim 22:20 und beim 24:22. Als Erfelden fünf Minuten vor dem Ende noch einmal zum 25:25 ausglich, schien die Partie noch eine Wendung zu nehmen. „Aber da haben wir die Nerven behalten und eine tolle Moral bewiesen“, lobte Herbert sein Team, das die letzten fünf Minuten mit 4:1 und das Spiel schließlich verdient mit 29:26 gewann.

Maßgeblichen Anteil am Sieg hatte Torhüter Jonas Sartorius, der für den zuvor keinesfalls enttäuschenden Alexander Wägerle Mitte der zweiten Hälfte kam. „Ich wollte mit diesem Wechsel noch einen Akzent setzen, was dank der starken Leistung von Jonas auch gelungen ist“, freute sich Coach Herbert über sein glückliches Händchen. Im Mittelblock der Deckung mussten Alexander Anthes und Niklas Fries 60 Minuten lang Schwerstarbeit verrichten und verdienten sich ebenso ein Sonderlob wie der 18-jährige Johannes Krist, der in den ersten 30 Minuten auf Rückraum Mitte Regie führte, und Till Haas, der diesen Part mit all seiner Erfahrung nach dem Seitenwechsel ausfüllte. „Insgesamt war das zwar spielerisch nicht das Gelbe vom Ei, aber die Mannschaft hat Wille gezeigt und hat den Kampf angenommen“, zollte der TVG-Coach seinem Team Respekt.

TVG-Tore: Niklas Fries (10/5), Till Haas (6/3), Fröhlich (4), Jan Fries (3), Heß, Anthes (je 2), Gabel, Reis (je 1). me