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Die Stadt als große Galerie

„Raum für Kunst – #artinthecity“: Die Frankenthaler Künstlerin Nicoleta Steffan hat das Projekt ins Leben gerufen

Von 
LUKOM
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Das Orga-Team in Ludwigshafen (v.l.): Julia Kleiner, Gitti Seiler, Nicoleta Steffan, Eveline Teister-Loch, Dr. Erhard Seiler und Ingrid Hess. © Nicoleta Steffan

Die Frankenthaler Künstlerin Nicoleta Steffan hat das Projekt „Raum für Kunst – #artinthecity“ Ludwigshafen ins Leben gerufen. Nach dem Auftakt in Frankenthal hat die Aktion auch in Ludwigshafen enorme Resonanz ausgelöst.

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Wie ist denn die Idee zur Kunstaktion in den Schaufenstern entstanden?

Nicoleta Steffan: Eigentlich wirklich aus der Not heraus. Durch die coronabedingten Einschränkungen für die Durchführung von Ausstellungen fehlte den Künstlerinnen und Künstlern der Region ein wichtiges Forum, um ihre Kunst zu präsentieren. Es war überhaupt keine langfristige Planung mehr möglich. Kunst und Kultur waren fast aus dem Alltag verschwunden. Da war die Idee, die Kunst dahin zu holen, wo sie im Alltag für die Menschen sichtbar ist: mitten in der Stadt. In Frankenthal wurde die Idee mit Begeisterung aufgenommen. Wir hatten schnell 35 Standorte, an denen wir Kunst präsentieren konnten. Und dann haben mich ganz viele Menschen angesprochen, ob wir die Aktion nicht auch in Ludwigshafen machen können. Nach dem Motto „Machen statt reden“ haben wir das dann auch gemacht.

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Sie sind am 1. Oktober mit zwölf Standorten in Ludwigshafen gestartet. Wie hat sich die Aktion danach entwickelt?

Steffan: Unser Ludwigshafener Orga-Team, das sind Eveline Teister-Loch, Gitti Seiler, Dr. Erhard Seiler, Ingrid Hess, Julia Kleiner und ich, hatten den Ehrgeiz, auf die gleiche Zahl von Ausstellungsorten zu kommen wie in Frankenthal. Dies haben wir erfreulicherweise auch ganz schnell erreicht. Mit dem Impfzentrum in der Walzmühle ist Ende November die 35. Station dazugekommen. Das ist für mich ein besonderes Highlight, weil es uns so gelingt, den Menschen, die im Impfzentrum auf ihre Impfung warten, und den Beschäftigten, die jeden Tag alles geben, um die Pandemie einzudämmen, eine kleine Freude zu machen. Immer wenn ich vor Ort war, konnte ich einen Hauch von Galerie-Atmosphäre spüren, die ich momentan so schmerzlich vermisse.

Die Aktion ist nach der ursprünglichen Planung seit 31. Dezember abgeschlossen. Wie geht es weiter mit dem Thema Raum für Kunst?

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Steffan: Ich bin total begeistert, dass viele der Immobilieneigentümer und Geschäftsinhaber uns die Flächen weiterhin zur Verfügung stellen wollen. Wir sind mit einem klaren Zeithorizont für die Dauer und das Ende der Aktion an sie herangetreten, damit sie auch Planungssicherheit haben. Aber viele der Einzelhändler, die uns in Zeiten, in denen sie selbst mit ganz viel anderen wichtigen Dingen beschäftigt waren, wertvolle Schaufensterflächen zur Verfügung gestellt haben, wollen, dass wir weitermachen. An mindestens 25 Stellen wird also weiterhin Kunst präsentiert. Und wir werden im Nukleus in der Bismarckstraße mit Unterstützung der IHK-Tischrunde regelmäßige Kunstausstellungen zeigen und an zwei Tagen in der Woche, montags und donnerstags, als Künstler dort selbst präsent sein. Wir wollen „Raum für Kunst – #artinthecity“ Ludwigshafen auf jeden Fall weiterführen, und wir freuen uns über jeden, der uns Räume zur Verfügung stellt. LUKOM

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