Ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr!

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So, die Feiertage sind vorbei. Letztes Jahr waren sie in vielerlei Hinsicht besonders: Man musste die Pandemieregeln einhalten und nicht jeder konnte so feiern wie ‚gewohnt‘ oder wie man es sich vorgenommen hatte. Besonders schwierig sind solche Momente für diejenigen zu meistern, die sich um jemanden kümmern bzw. pflegen müssen. 

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Die Erkenntnisse einer pflegenden Angehörigen - Frau G. erläutert ihre Sicht der Dinge

Gerade pflegende Menschen müssen derzeit vieles (er)tragen. Wenn der zu pflegende Mensch in einer Pflegeeinrichtung ist, ist es nicht gerade einfacher. Besonders in emotionaler Hinsicht. Je nach Krankheit und emotionalem Zustand der zu Betreuenden, ist es für sie schwer zu akzeptieren, dass sie Maske tragen müssen oder den Körperkontakt einschränken bzw. einstellen müssen. Wir müssen vieles anders machen als gewohnt und wie wir schon aus anderen Bereichen unseres Lebens wissen fällt es schon uns gesunden schwer, Veränderungen zu akzeptieren. In schwierigen Zeiten sind Rituale und Dinge, die man in einer bestimmten Art und Weise macht, der Anker für uns. Ich möchte an dieser Stelle nicht den Satz anbringen: „In jeder Krise liegt eine Chance!“, den man momentan so oft hört. Für so manchen mag das in seiner eigenen Situation wie Hohn klingen und nicht jeder Mensch kann so einfach mal alles anders machen und umwerfen. Veränderungen gehen zunächst meistens einher mit Ein- und Beschränkung oder emotionaler Belastung.   

Immer wieder Neues zu Jahresanfang

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Am meisten akzeptieren wir, ja wir initiieren sogar, Neues am Jahresanfang. Wir wollen insbesondere zu Beginn eines neuen Abschnitts mit viel Elan an unseren alten Gewohnheiten schrauben und Dinge verändern. Doch besonders ältere Menschen begrüßen nicht immer Veränderungen. Aber das sollten wir auch akzeptieren. Wohingegen Änderungen akzeptiert werden müssen sind diejenigen seitens des Gesetzgebers. Vieles ist positiv für den Bürger aber so manches ist auch lästig und nicht so gut und erfordert mehr Aufwand. Doch gerade mehr Aufwand zu handhaben, wenn die Zeit sowieso schon knapp ist – das ist wahnsinnig schwierig. Man muss sich mit neuen Formularen auseinandersetzen, einlesen und vieles mehr. Vielleicht wechseln auch noch die Ansprechpartner in Behörden – das ist für viele der Supergau. Aber auch hier hilft: Versuchen Sie es gelassen zu nehmen, denn ändern können Sie es nicht. Versuchen Sie das Beste daraus zu machen und analysieren Sie für sich, wo man z.B. Geld sparen kann, um so einer Veränderung positiv begegnen zu können.  

Was bringt der Gesetzgeber Neues in 2021?

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Ich versuche Ihnen die positiven Veränderungen aufzuzeigen und die kommen ausgerechnet von unserer Bundesregierung: Gerade für pflegende Menschen gibt es Verlängerungen der Maßnahmen, die man ergriffen hat, um den Pflegenden das Leben ein wenig zu erleichtern. Zunächst gilt dies bis März, wird bestimmt aber verlängert werden, wenn der Lockdown sich verlängern sollte. Auch für die Steuererklärung wird sich einiges ändern, was für einen pflegenden Menschen durchaus seine Vorteile haben wird. Setzen Sie sich mit Ihrem Steuerberater in Verbindung und lesen Sie die wichtigsten Neuerungen in unserem Newsletter nach. Dort finden Sie auch Links zu den offiziellen Webseiten der einzelnen Behörden, um mehr Informationen zu erhalten.   

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Haben Sie keine Angst - akzeptieren Sie das Neue

Ich glaube an ‚self-fullfilling prophecy‘. Das heißt, nicht nur das Gute kommt, wenn man es sich herbeisehnt, sondern auch das weniger Gute, wenn man es fürchtet. Wenn man sich vorstellt, dass die Katastrophe Einzug hält, dann wird sie das auch tun.  Doch wenn man sich vorstellt, dass man die Berge, die sich vor einem auftürmen auch erklimmen kann, gibt das vielen Menschen sogar ein gutes Gefühl. Es liegt an Ihnen, wie Sie mit Neuem und Unerwartetem umgehen. D.h. aber nicht, dass Sie sich nicht darüber aufregen dürfen, meckern oder fluchen können, wenn Ihnen alles zu viel wird. Lassen Sie es raus! Sei es ein lauter Schrei in der Natur oder das Eindreschen auf ein Kissen oder Sandsack. Jeder hat seine Art, mit seinen Emotionen umzugehen.

Ich wünsche uns allen, dass wir dem neuen Jahr gewachsen sein werden, dass Zuversicht und Hoffnung wieder in unserem Leben Einzug hält und vor allem, dass wir gesund bleiben und dass wir die Veränderungen und Auflagen gut umsetzen können und unser Leben in der Pandemie bestmöglich genießen können. 

Ihre Waltraud Gehrig