Vertuschung in der Kirche

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dpa
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Drei katholische Bischöfe wollen in einem Missbrauchsfall, an dessen Bearbeitung sie alle beteiligt waren, Verantwortung übernehmen. Dabei handelt es sich um den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, seinen Vorgänger im Amt, Kardinal Reinhard Marx, und den DBK-Missbrauchsbeauftragten Stephan Ackermann.

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Der Mitteilung der Bistümer zufolge geht es in dem Fall um einen Priester, gegen den mehrere Vorwürfe sexueller Gewalt vorliegen. Laut „Christ & Welt“ wurde der betreffende Priester über Jahre hinweg nicht aus dem Verkehr gezogen und konnte weiterhin beruflichen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen pflegen, obwohl es mehrere einschlägige Anzeigen gegen ihn gegeben habe.

Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland war 2010 aufgedeckt worden. Wie sich herausstellte, hatten Priester seit 1945 Tausende von Kindern sexuell missbraucht. Mehrere Gutachten haben inzwischen nachgewiesen, dass Bischöfe und andere Amtsträger die Taten meist zu vertuschen suchten, um einem Ansehensverlust der Kirche vorzubeugen. dpa