Ukraine-Hilfe

Debatte über Kampfpanzer wird stärker

Göring-Eckardt will Leopard 2 liefern

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ZRB/dpa
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Berlin. Nach der Entscheidung der Bundesregierung, etwa 40 Schützenpanzer vom Typ Marder an die Ukraine zu liefern, wird weiterhin auch über die mögliche Lieferung von Kampfpanzern debattiert. Bei der Zusage für Marder-Schützenpanzer stehen zu bleiben, wäre falsch, sagte Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt dieser Redaktion. Zurückhaltend äußerte sich dagegen SPD-Chef Lars Klingbeil. Die Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge eher gegen eine Lieferung von Kampfpanzern.

Ein Fahrschulpanzer der Bundeswehr vom Typ Leopard 1. © Philipp Schulze/dpa

„Wir sollten alles tun und liefern, was möglich ist. Dazu gehören auch Leopard-Panzer“, sagte Göring-Eckardt. Klingbeil betonte im Interview bei RTL/ntv, „es geht erst einmal darum, dass wir im internationalen Bündnis uns absprechen. Kein Land liefert gerade so schwere Kampfpanzer, wie das der Leopard 1 oder 2 ist“. Klingbeil nannte es „richtig, dass die Amerikaner, die Franzosen, aber auch wir als deutsche Bundesregierung immer wieder abwägen, können wir jetzt einbezogen werden mit in diesen Krieg.“

FDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte dieser Redaktion, es könne „vernünftig sein, nicht nur Marder-, sondern auch Leopard-Panzer zu liefern“. Er mahnte aber, jeder weitere Schritt der Unterstützung für die Ukraine müsse eng mit den Nato-Partnern abgestimmt sein. Von einem deutschen Alleingang Deutschlands in dieser Frage halte er nichts.

Schützenpanzer sind für den Transport kleinerer Gruppen von Soldaten ins und im Kampfgebiet gedacht und bieten außerdem Feuerunterstützung. Kampfpanzer wie der Leopard 1 oder 2 haben dagegen eine hohe Feuerkraft, eine kleine feste Besatzung und werden für die Bekämpfung gegnerischer Panzer oder anderer Ziele eingesetzt. Die Bundesregierung hatte ihre Entscheidung, Marder an die Ukraine zu liefern, am Donnerstag öffentlich gemacht. ZRB/dpa

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