Neuerscheinung - Sängerin Megan Hill und Fabienne Partsch an der Harfe haben ihre erste gemeinsame CD produziert

Mit ungebrochener Leidenschaft

Von 
Felix Disson
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„At the studio 2021“ heißt die erste gemeinsame CD von Megan Hill (l.) und Fabienne Partsch, hier das Coverfoto. © -o-

Viernheim. „Unsere Leidenschaft für die Musik ist nach wie vor riesengroß, trotz der aktuellen Situation“, berichtet Megan Hill. Die 24-jährige Sängerin bildet gemeinsam mit Harfenistin Fabienne Partsch ein Duo aus Harfe und Gesang, die beiden jungen Künstlerinnen veröffentlichten zu Ostern ihre erste gemeinsame CD. In einem Pressegespräch erzählten die beiden Viernheimer Musikerinnen von ihrer Zusammenarbeit, von geplanten Projekten und gewährten einen Einblick in die Situation Kulturschaffender inmitten der Corona-Pandemie.

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Harfe und Gesang ist eine außergewöhnliche Kombination, so verbinden Megan Hill und Fabienne Partsch Popgesang mit klassischer Instrumentalmusik. Die beiden Künstlerinnen arbeiteten erstmals im Sommer 2019 zusammen, als sie einen Auftritt bei der Weißen Nacht des Vereins Chaiselongue in Viernheim absolvierten.

Diesem ersten Auftritt folgten mehrere Konzerte in der Kulturscheune, weitere Projekte waren bereits geplant, als das Duo wegen des ersten Lockdowns infolge der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr alle Pläne aufs Eis legen musste. Dennoch organisierten Hill und Partsch im Sommer ein Open-Air-Konzert im Sportgebiet West, was aufgrund eines Hygienekonzepts sowie stark gesunkener Infektionszahlen möglich war.

„Die aktuelle berufliche Situation von Musikern in Deutschland ist katastrophal“, erklärt Fabienne Partsch. Abgesagte Auftritte und leere Konzertsäle sorgten bei vielen professionellen Künstlern für existenzielle Probleme. Beide Musikerinnen beobachten die aktuelle Situation mit großer Sorge, da sie sich für ein künstlerisches Studium entschieden haben. Während Megan Hill den Masterstudiengang „Musical Theatre“ an der Royal Academy of Music in London absolviert, studiert Fabienne Partsch im Master Harfe in Würzburg und absolviert parallel noch das Psychologie-Masterstudium in Mannheim. Beide Musikerinnen erlangten durch ihr künstlerisches Wirken bereits überregionale Bekanntheit.

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Konzert im Wohnzimmer

Da im Herbst die zweite Welle der Corona-Pandemie durchs Land rollte, überlegten sich Hill und Partsch, wie sie trotz der aktuellen Situation weiterhin gemeinsam ihre Musik vor Publikum präsentieren könnten. „So entstand die Idee eines Wohnzimmerkonzertes in der Weihnachtszeit, welches wir als Livestream bei Youtube übertrugen“, berichtet Megan Hill. In dem virtuellen Konzert präsentierten die Musikerinnen ihr aktuelles Repertoire und erreichten damit Freunde und Bekannte in aller Welt. Außerdem nahm das Duo im Tonstudio von Adax Dörsam zwölf Titel für die erste gemeinsame CD auf. Mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne finanzierten die Musikerinnen die Produktion. Die CD enthält neben Arrangements moderner Popsongs wie „Tears in Heaven“ von Eric Clapton, „Hallelujah“ von Leonard Cohen mit „Long Distance“ und „Upside Down“ auch zwei Songs, welche aus der Feder von Megan Hill stammen. „Long Distance“ berichtet von Menschen, die aufgrund größerer Distanz zueinander getrennte Wege gehen müssen, obwohl sie überzeugt waren, zusammen zu gehören. In „Upside Down“ singt Hill von den Herausforderungen, die für sie mit dem Umzug aus dem Elternhaus zum Studium nach England verbunden waren.

Ganz eigener Charakter

Insgesamt bietet die CD dem Hörer eine wohlklingende Kombination aus klaren Harfenakkorden und ausdrucksstarkem Gesang, wobei bekannte Popsongs durch die Harfe als Begleitinstrument in den Coverversionen des Duos einen ganz neuen Charakter entfalten.

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Trotz aller Schwierigkeiten blicken Megan Hill und Fabienne Partsch optimistisch in die Zukunft und freuen sich auf Zeiten, in denen Livekonzerte wieder möglich sein werden. „Nichts ersetzt den direkten Kontakt zum Publikum, und das Erlebnis eines Livekonzerts ist für die Besucherinnen und Besucher schon ein anderes als in einem virtuellen Konzert“, erklärt Fabienne Partsch.

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Wenn es die Umstände zulassen, würden Hill und Partsch im Sommer wieder gerne ein Livekonzert an der Minigolfanlage im Sportgebiet West auf die Beine stellen. Bis dahin arbeiten die Musikerinnen weiter mit viel Engagement an ihrem künstlerischen Repertoire und hoffen auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie.

Freier Autor Ich bin seit mehr als fünf Jahren als Freier Mitarbeiter für den Südhessen Morgen tätig und übernehme momentan vor allem Konzerte, Musicals, Theaterstücke, aber auch Berichte über soziale Projekte, Schulen, kirchliche Veranstaltungen, Sportveranstaltungen und Kommunalpolitik. Die Arbeit macht mir Spaß, weil sie jeden Tag etwas Neues für mich bereithält und weil ich hierdurch das vielfältige kulturelle Angebot sowie die bunte Vereinslandschaft meiner Heimatstadt noch besser kennenlerne.