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Stadtpark

Traurige Nachrichten aus dem Luisenpark: Abschied von Heidi und Klara

Von 
Anna Suckow
Lesedauer: 
Ein Leben lang zusammen: "Klara" und "Heidi". © Luisenpark

Mannheim. Die beiden Jersey-Rinder "Heidi und Klara", die seit vielen Jahren im Bauernhof des Luisenparks Mannheim lebten und das Angebot der Einrichtung bereicherten, werden bald nicht mehr in der Einrichtung zu sehen sein. Das teilt die Stadtpark Gesellschaft mit.

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"Klara" hatte einen Entzündungsherd im Kiefer, der weder durch einen chirurgischen Eingriff, noch durch wiederholte Gaben von Antibiotika eingedämmt werden konnte. Durch diese Entzündung konnte das Tier nicht mehr richtig kauen. Das Leben von "Klara" zu erhalten, hätte bedeutet, eine starke Schmerzentwicklung in Kauf zu nehmen. So mündeten alle Anstrengungen am Ende in nur einer Empfehlung der Veterinärärzte: das Tier zu erlösen. Für die leitenden Parkzoologen gab es keine Entscheidungsmöglichkeit.

Die beiden Jersey-Rinder lebten schon lange auf dem Bauernhof im Luisenpark. © Luisenpark

„Für uns gab es im Grunde keine Handlungsalternativen“, sagt Christine Krämer, Leiterin der Zoologie in den Stadtparks, über die schwierige Situation. „Eine Option, bei der das Tier leidet, ist für uns keine Option. Am Ende darf nur das Tierwohl zählen. Auch wenn es für uns alle, Zoologen und Tierpfleger, Kollegen und unsere Besucher sehr schwer ist“, so Krämer. 

"Heidi" wird auf einer Weide leben

Da die beiden Tiere ein Leben lang zusammen verbracht haben, Seite an Seite, stellte sich den Parkzoologen die Frage, wie sich das Fehlen der „Gefährtin“ auf das verbleibende Tier auswirkt. „,Heidi' würde sehr unter "Klaras" Abschied leiden, sie ist die Zurückgelassene“, erläutert Krämer. „Dass Kühe Herdentiere sind, bedeutet in unserem Fall, dass ,Klara' für ,Heidi' die Herde war.“

Über die Möglichkeit, schnell ein zweites Rind zu besorgen, wurde nachgedacht. Ein „Ersatz“-Rind zu besorgen gilt in Fachkreisen als problematisch, da es keine Garantie dafür gibt, dass beide Tiere harmonieren. Daher hat das Team Zoologie in den letzten Tagen alle Hebel in Bewegung gesetzt und unzählige Gespräche geführt, um eine gute Lösung zu finden, was schließlich gelungen ist: Für "Heidi" wurde ein Platz in einer Herde auf einer Weide in der Umgebung gefunden.

„Bei der Weidenhaltung ist die Chance, dass das Tier in der neuen Herde einen Gefährten findet, sehr hoch“, erklärt Krämer. „Die Vorstellung, dem Rind dies zu ermöglichen, ist für uns und hoffentlich auch für unsere Besucher, ein Trost“, so die Zoologin. 

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