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Mannheim

Stadt benennt Gutachter für Rheindammsanierung

Von 
soge/kpl
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Blick auf den Rheindamm in der Nähe des Franzosenwegs. © Thomas Tröster

Mannheim. Ronald Haselsteiner von der Björnsen Beratende Ingenieure GmbH wird als Gutachter für die Stadt Mannheim künftig Methoden für die geplante Rheindammsanierung entwickeln. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit. Das Ingenieurbüro sei seit mehr als 50 Jahren in verschiedensten Projekten im Hochwasserschutz und am Rhein tätig. „Herr Haselsteiner ist bei der Erarbeitung von Regelwerken im Deichbau involviert und beschäftigt sich seit etwa 20 Jahren mit dem Thema ‚Bäume auf Deichen und Dämmen‘. Davon werden wir in Mannheim profitieren“, sagte Umweltbürgermeisterin Diana Pretzell laut Mitteilung der Stadt. Neben der Projektleitung von zahlreichen Hochwasserschutz- und Deichbau-/Dammbauprojekten am Rhein und anderen Fließgewässern in Deutschland engagiert sich der Fachgebietsleiter Wasserbau auch in internationalen Fachgruppen zum Thema Deiche.

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Ziel der Stadt Mannheim ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie vorhandene Bäume auf oder im Nahbereich von neuen oder vorhanden Dämmen erhalten werden können. „Die Stadt hat immer betont, dass sie ein eigenes Gutachten in Auftrag geben wird. Wir wollen für den Rheindamm ausreichenden Hochwasserschutz mit einem möglichst geringen Eingriff in den einzigartigen Park", heißt es in der Mitteilung. Dabei soll auch der Einsatz einer Spundwand aus Stahl geprüft werden. Sobald die Unterlagen des Regierungspräsidiums Karlsruhe vollständig vorliegen, könne der Gutachter seine Arbeit aufnehmen, so die Stadt.

Der Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete Boris Weirauch begrüßt die Bereitschaft der Stadt, ein eigenes Gutachten zur Rheindammsanierung in Auftrag zu geben. Dies sei "ein gutes Signal in Richtung Stuttgart", sagte Weihrauch. Dass die Stadt in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit einer Spundwandlösung prüfen möchte, sieht der SPD-Abgeordnete als Fortschritt bei den Bemühungen an, den von der Landesregierung geplanten Kahlschlag zu verhindern.

Seitens der Bürger-Interessen-Gemeinschaft Lindenhof (BIG) heißt es: Haselsteiner sei mit alternativen Sanierungsmethoden vertraut und vertrete grundsätzlich die Auffassung, dass Hochwasserschutz und Baumerhalt vereinbar sind. „Wir freuen uns, dass der Gutachter explizit auch den 'Einsatz eines statischen Ersatzsystems' - etwa in Form einer Spundwand aus Stahl - prüfen soll. Damit wird auch die von der BIG vorgeschlagene Hochwasserschutzwand einbezogen,“ so Wolf-Rainer Lowack vom Vorstand der BIG.

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