Neue Stadtbahnzüge - Verkehrsbetriebe präsentieren Vorführmodell der bei Skoda in Tschechien bestellten Fahrzeuge Rhein-Neckar-Tram 2020 rollt an

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Thorsten Langscheid
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So sehen die neuen Züge aus, von denen 80 ab dem Jahr 2021 durch die Region rollen sollen. Petr Brezina, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Skoda Transportation Gruppe, und Saad Alkhargi (Projektmanager bei der RNV) vor dem Vorführmodell. © Blüthner

Mannheim. Großer Bahnhof für die neuen Züge: Die Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe (RNV) präsentierten gestern Abend im neuen Infocenter an der Viehhofstraße vor geladenen Gästen ein Vorführmodell der 80 neuen Stadtbahnen vom Typ Rhein-Neckar-Tram RNT 2020, die sie im Juni beim tschechischen Hersteller Skoda bestellt haben. Wie berichtet, stecken die Verkehrsbetriebe rund 250 Millionen Euro in Erneuerung und Erweiterung ihres Fuhrparks.

Mannheim Enthüllung der neuen Rhein-Neckar-Tram

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Als „innovatives und gleichzeitig ausgereiftes Produkt“ priesen RNV-Geschäftsführer Martin in der Beek, Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht (CDU) und der ebenfalls anwesende tschechischsche Botschafter in Deutschland, Tomas Jan Podivinsky, sowie sein finnischer Kollege Antti Kaski die neuen Niederflurzüge, die in drei Längen-Varianten (30, 40 und 58 Meter) angeschafft werden. Hergestellt werden die Fahrzeuge im Werk der Skoda-Tochtergesellschaft Transtech in Kajang (Finnland). Produktionsbeginn wird im kommenden Jahr sein, 2021 sollen dann die ersten Züge in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen fahrplanmäßig aufs Gleis gehen.

Blick durch die Scheibe

Wie RNV-Sprecherin Susann Becker auf Anfrage mitteilte, wird das Vorführmodell (Maßstab 1:1) im Infocenter vorerst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein: „Ein Blick durch die Schaufensterscheibe ist aber möglich.“ Bis Anfang Dezember will man zunächst mit Fachleuten an dem Modell Vorgaben für den Hersteller erarbeiten. Ab nächstem Jahr werde es dann aber auch für jedermann die Möglichkeit geben, durch das 15 Meter lange Modell der Straßenbahn zu spazieren.

Bereits heute gehen die Verkehrsbetriebe im Innenstadt-Einkaufszentrum Q 6/Q 7 mit dem Projekt RNT 2020 auf „Roadshow“. Für „einige Tage“, so Becker, präsentiere man Sitze der neuen Bahn und Informationsmaterial auf der gläsernen Verbindungsbrücke im ersten Obergeschoss. Präsentationen im Rhein-Neckar-Zentrum, in der Rheingalerie und in Heidelberg folgen im Anschluss.

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Anregungen und Verbesserungsvorschläge der Fachleute sowie – etwa bei der Farbgestaltung – aus der Öffentlichkeit will man bei der endgültigen Bestellung berücksichtigen. Zu den 80 vertraglich bereits vereinbarten Fahrzeugen könnten 34 weitere Züge kommen, die dann bis 2027 geliefert würden. Über die Erweiterung des Auftrages wurde aber noch nicht entschieden. Finanziert wird die Investition durch Darlehen der Europäischen Investitionsbank und der KfW-IPEX-Bank sowie einem 13-Millionen-Zuschuss des Landes Baden-Württemberg.

Derzeit betreiben die RNV als gemeinsames Unternehmen mit 186 Zügen das Stadtbahnnetz sowie die Linien der OEG und RHB in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und in der Region. Ob und wie viele der älteren Züge nach der Neuanschaffung ausgemustert werden, stehe noch nicht fest.

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Info: RNV-Info: rnt2020.de; Fotostrecke: morgenweb.de/mannheim

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Redaktion schreibt als Reporter über Mannheimer Themen