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Soziales - Erstes Zusammenkommen am 11. Juni – Stadt fördert Angebot mit rund 700 000 Euro

Queerer Jugendtreff startet mit regelmäßigen Öffnungszeiten

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red/kur
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Lisa Schlode von der Geschäftsführung von PLUS, Bildungsbürgermeister Dirk Grunert und Florian Wiegand (r.) vom PLUS-Vorstand eröffnen den Jugendtreff. © Deniz Gedik

Mannheim. Mannheims queerer Jugendtreff „gut so.“ startet sein Angebot mit regulären Öffnungszeiten. Am Samstag, 11. Juni, gibt es ein erstes Kennenlernen. Danach empfängt das „gut so.“ montags bis donnerstags zwischen 16 und 20 Uhr sowie freitags zwischen 16 und 21 Uhr alle jungen queeren Menschen in der Mannheimer Innenstadt. Hinzu kommen besondere Angebote an mindestens einem Wochenendtag im Monat. Der Jugendtreff ist offen für alle bis 27 Jahre – bei ausgewählten Angeboten auch bis 30 Jahre.

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Als neues Angebot der Jugendarbeit der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar (PLUS) ist Mannheims queerer Jugendtreff „gut so.“ im März mit einer Kick-Off-Veranstaltung gestartet. Seitdem arbeitete das Team am Konzept, setzte die theoretischen Überlegungen in konkrete Angebote um, besuchte die Jugendgruppen von PLUS, um noch einmal genau die Wünsche der jungen Menschen aufzugreifen, und startet nun mit regulären Öffnungszeiten in den täglichen Betrieb.

Am Samstag, 11. Juni, öffnet der Jugendtreff von 14 bis 17 Uhr in der Innenstadt für ein erstes Zusammenkommen mit Getränken, süßen und herzhaften Waffeln und der Gelegenheit, die Räume, die Mitarbeitenden und sich gegenseitig kennenzulernen. Im großen Gemeinschaftsraum fehlt zwar aufgrund der aktuellen Lieferschwierigkeiten noch eine Couch. Aber es gibt andere Sitzgelegenheiten, Tischkicker, Brettspiele, DVDs und vieles mehr.

Auch der Gruppenraum wird geöffnet sein, der vor allem für die Treffen der Jugendgruppen von PLUS, aber auch für andere ruhige oder vertraulichere Anlässe zur Verfügung steht. Eine Teeküche und zwei Toiletten machen den Jugendtreff komplett. Zugänglich ist das erste Obergeschoss über einen eigenen Ein- und Ausgang im Treppenhaus.

Bereits bei den Haushaltsberatungen hatte der Gemeinderat beschlossen, in Mannheim einen queeren Jugendtreff einzurichten. Die Stadt Mannheim fördert das Angebot in den kommenden vier Jahren mit insgesamt rund 700 000 Euro. Im Sommer 2021 gab es mit der Eröffnung des Queeren Zentrums Mannheim (QZM) auch ganz konkret das räumliche Angebot, einen Jugendtreff umzusetzen.

Aufgrund seiner großen Erfahrung mit der Zielgruppe – aktuell werden fünf Jugendgruppen angeboten – wurde die Trägerschaft der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung übertragen. Diese hat ein Konzept entwickelt, das als Grundlage für die Arbeit in einem queeren Jugendtreff genutzt werden kann. Die Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sollen sich am Interesse der Zielgruppe orientieren. Sie sollen alle im Alter von 14 bis 27 Jahren zu einer guten Freizeitgestaltung, der Beteiligung an außerschulischen Bildungsangeboten und dem Aufbau von persönlicher und sozialer Kompetenz anregen. Zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen wird auch (sozial-)pädagogische Unterstützung angeboten. 

Info: Weitere Informationen unter www.plus-mannheim.de

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