REM

Normannische Tage als Zeichen der Verbundenheit

Veranstaltungen zu 60 Jahre deutsch-französischer Élysée-Vertrag

Von 
Katja Geiler
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Virginie Jouhaud-Neutard (v.l., Institut Français), Generalkonsul Gaël de Maisonneuve, Susanne Dess (VHS), Viola Skiba (REM) und Christian Specht. © kge

Die Normannen sind weit gereist, zurzeit gastieren sie in den Reiss-Engelhorn-Museen (REM). Kommt dann auch noch der 60. Jahrestag des Élysée-Vertrages hinzu, der die deutsch-französische Freundschaft besiegelte, sind das zwei gute Gründe für eine zweitägige Veranstaltung mit dem Titel „Journées Normandes – die Normannischen Tage“. Am Freitag, 27., und Samstag, 28. Januar, wird es Extra-Führungen durch die Normannen-Ausstellung, Podiumsdiskussionen, eine Schmuck-Ausstellung und ein Programm für Kinder ab acht Jahren geben, den Abschluss macht ein kulinarischer Abend mit zwei Profi-Köchen.

Für die Veranstaltung kooperierten die REM mit der Abendakademie Mannheim und dem Verband Region Rhein-Neckar. Finanzielle Förderung kommt von der Baden-Württemberg-Stiftung, vom Staatsministerium BW und vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds. Eine Delegation der Region Normandie wird an beiden Tagen zu Gast sein.

Die Veranstaltungen sind überschrieben mit „Normandie für den Frieden“, die gleichnamige Initiative wurde 2018 ins Leben gerufen und begleitet zahlreiche Aktivitäten, die sich auf die Normandie beziehen und die damit verbundenen Werte des Friedens und der Freiheit hochhalten. „Was macht die deutsch-französische Freundschaft 60 Jahre nach dem Élysée-Vertrag aus? Die enge Verbindung, die zwischen dem französischen und dem deutschen Volk geschaffen werden konnte, ist von großer Bedeutung. Dies wäre ohne die großen Anstrengungen der Zivilgesellschaften in beiden Ländern nicht möglich gewesen“, sagte Erster Bürgermeister Christian Specht bei der Pressekonferenz zu dem Programm.

Kinderprogramm und Führungen

Der Freitag fällt allerdings auf den Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus. „Wir können an diesem Tag nicht feiern, aber wollt ihr zu unserem Gedenktag kommen?“, habe man gefragt, so Specht. „Die Delegation sagte zu“. Daher steht der Freitagnachmittag ganz im Zeichen einer Gedenkveranstaltung im Anna-Reiss-Saal (15 Uhr), um 17 Uhr besteht die Möglichkeit für einen Austausch im Foyer. Am selben Tag wird es um 18.30 Uhr im Zeughaus eine Podiumsdiskussion über die Fragen der Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen geben.

Das Programm am Samstag wird umso umfangreicher. Es beginnt um 11 Uhr mit der Schmuckausstellung der Künstlerin Claire Cachelou, gleichzeitig beginnt das Kinderprogramm „Normanne für einen Tag“. Hier dürfen sich die Kinder als Normannen verkleiden und können an einer Rallye teilnehmen. Für die Erwachsenen gibt es deutsch-französische Kuratoren-Führungen durch die Normannenausstellung, der Nachmittag ist gefüllt mit weiteren spannenden Podiumsdiskussionen und Präsentationen – unter anderem um 17.30 Uhr im Zeughaus zur Frage „Wohin geht die Welt 2023?“. Diese Diskussion wird von „MM“-Nachrichtenchefin Madeleine Bierlein moderiert. Den Abschluss bildet der Gastronomieabend in der Abendakademie, hier kreieren die Spitzenköche François Eustace und Christian Kebbe französische und kurpfälzische Gala-Häppchen.

Freie Autorin Ich schreibe am liebsten über kulturelle Events wie Lesungen, Theaterstücke und Konzerte in Ludwigshafen und der Region.

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