Neckarstadt: Gruppenpfarramt besteht seit 1. Januar / Bauliche und personelle Veränderungen Vier Kirchengemeinden wachsen jetzt zusammen

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Karin Urich

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Seit 1. Januar bilden die evangelischen Kirchengemeinden Melanch-thon, Luther, Kreuz und Herzogenried ein Gruppenpfarramt. Rund 1000 Gemeindemitglieder gehören seither zur Paul-Gerhard-Kirche. Die übrigen gehören zu dem neuen Gruppenpfarramt der Neckarstadt-Gemeinden. Noch sind die Auswirkungen nicht wirklich spürbar. In den kommenden Monaten stehen aber einige personelle und bauliche Veränderungen an.

Das Gruppenpfarramt erhält zweieinhalb Pfarrstellen und eine Gemeindediakonin, berichtet der evangelische Dekan Günter Eitenmüller. Pfarrer Sebastian Carb wird zum 1. April die Melanchthongemeinde verlassen. "Er erhält eine andere Aufgabe innerhalb der Kirche", erklärt Eitenmüller. Die Pfarrstelle bleibt dem Gruppenpfarramt allerdings erhalten und wird nach den Sommerferien wieder besetzt. "Der neue Pfarrer steht schon fest, ist aber noch nicht ernannt", bittet der Dekan um Verständnis dafür, den Namen noch nicht nennen zu wollen.

Die zweite Pfarrstelle behält Annegret Ressel, die derzeit in der Luthergemeinde arbeitet. Außerdem zählt Pfarrvikarin Silke Schnepf zum Team, die derzeit noch eine dreiviertel Stelle hat. "Wenn sie eine andere Tätigkeit übernimmt, werden wir die halbe Stelle endgültig besetzen", erklärt Eitenmüller. Wann das sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Martina Böffert schließlich ist als Gemeindediakonin für die Pfarrgruppe verantwortlich.

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Was die Immobilien der Kirchengemeinden angeht, soll sich das Gruppenpfarramt nicht verschlechtern. Allerdings sei das Dekanat gehalten, Gebäudeflächen zu reduzieren. "Die Zahl unserer Mitglieder hat sich in Mannheim halbiert. Deshalb müssen wir die Gebäudeflächen anpassen", so der Dekan. Das habe auch Auswirkungen für die Neckarstadt. Das Gemeindehaus der Lutherkirche sei bereits vermietet an den Verein Söhne Mannheims e. V. Die Lutherkirche soll von Juni bis Dezember umgestaltet werden. Der Hauptraum bleibt als Kirchenraum für Gottesdienste erhalten. Aber in den Raum auf und unter den Emporen zieht das Arbeitslosenzentrum ein. Dafür werden entsprechende Glaswände eingezogen.

Das Büro des Gruppenpfarramts wird sich zentral in der Melanchthongemeinde ansiedeln. "Das Pfarramt zieht unter die Kirche", erklärt Eitenmüller. Das Pfarrhaus selbst stehe dann dem künftigen Pfarrer zur Verfügung, der seinen Sitz in Melanchthon haben wird.

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In der Kreuzkirchengemeinde wird das jetzige Gemeindehaus abgetragen und in verkleinerter Form neu gebaut. Es werde auch wieder einen Raum für Gottesdienste geben, bemerkt Eitenmüller.

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Außerdem werde der Kindergarten weiter ausgestaltet und gestützt. "Die Kindergartenarbeit hat im Stadtteil Wohlgelegen eine ganz besondere Bedeutung", betont Eitenmüller und bekennt sich zu dem Kindergarten.

Wann wo welche Gottesdienste stattfinden und wie das neue Gruppenpfarramt mit Leben erfüllt wird, liege nun in den Händen der Kirchenältesten selbst. Hier wolle das Dekanat nicht eingreifen, betont Eitenmüller. Gemeinsam wird derzeit auch noch nach einem Namen für das neue Gruppenpfarramt gesucht.