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Festival

Heiße Rhythmen im Stadtpark

In Lampertheim begeistern Musiker zahlreiche Zuhörer mit großer Vielfalt und viel Enthusiasmus.

Von 
Rosi Israel
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„Marina, Marina, Marina, ti voglio al più presto sposar“: Helmut Wehe und Christoph Tischmeyer am Saxofon. © Rosi Israel

Lampertheim. Je später der Samstagabend, desto besser wurde die Stimmung bei der Open-Air-Veranstaltung im Stadtpark. Die Bühnenakteure, Künstlerinnen und Künstler der Musiker-Initiative Lampertheim und ihre Mitstreiter verwöhnten die Gäste nicht nur mit Live-Musik; sie luden sie gleich zum Mitsingen und zum Tanzen ein. Die Musikfans wiederum dankten mit Jubelrufen für die gelungene Show.

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„Tanzen unter freiem Himmel bei warmen Sommerwetter und toller Musik, das ist einfach wunderbar“, brachte es etwa Isabell Zehnbauer auf den Punkt, die sich etwas frische Luft mit dem Fächer zuwedelte, während sie sich zu den Rhythmen bewegte. „Das Festival ist ein super Event“, schwärmte auch Tim Wolfe aus Mannheim. Wie er, so waren auch Mitglieder einer Backgammon-Gruppe aus Lampertheim und dem Ried von dem abwechslungsreichen Musik-Mix begeistert. „Es werden rockige Songs gespielt, aber auch Lieder für die Seele und das Herz“, lobte Kirsten Burmeister. Musikhören, Lebensfreude spüren und ganz viel tanzen; mit diesen Vorsätzen war Sigrid Samson zum Festival gekommen. Und lebte denn auch ihre Vorstellungen aus. „Die Aktiven tanzen vor der Bühne und die Musikgenießer sitzen im hinteren Teil des Geländes auf den Bierzeltgarnituren“, teilte die Besucherin das Publikum humorvoll in zwei Gruppen ein. „Endlich wieder zusammen Musikhören und feiern“, freute sich Berthold Moos ganz schlicht.

Freudenschreie der Frauen

Der Lampertheimer war in einer Clique beim Stadtpark-Festival anzutreffen und berichtete, dass die Bühnenshow auch von den hinteren Reihen aus gut zu verfolgen war. „Wir wollten gerne einen Sitzplatz“, sagte Moos. Und gab an, die weiblichen Musikfans seien beim Feiern etwas betriebsamer als die Männer und stießen gar Freudenschreie aus.

„Wo sind die Hände?“, rief da auch schon die Sängerin Nicole Wagner und animierte die Menschen zum Klatschen. Gemeinsam mit Barbara Boll entführte sie die Musikbegeisterten in das Jahr 1976, als Abba´s „Dancing Queen“ groß rausgekommen war. Spaßeshalber verwandelten sich die Sängerinnen stimmlich in Agnetha und Anni-Frid der schwedischen Popgruppe und beeindruckten mit dem Welthit. Auch der Song „Celebration“ der Band Kool & The Gang fuhr den Tanzwilligen in die Beine.

Bella Italia hieß es dann im Part von Helmut Wehe. Der Lampertheimer Sänger und Gitarrist ist Fachmann für musikalische Reisen nach Italien. „Es ist unser Lampertheimer Eros Ramazzotti“, würdigte Barbara Boll Wehes großartigen Auftritt mit „Se bastasse una canzone“. Auch lobte sie Wehes großen Einsatz als Projektleiter der MIL-Partyband. „Er ist der ‚Master of Disaster‘, er hat uns zusammengetrommelt“, so Boll.

Sie dankte cultur communal für die Unterstützung. Überhaupt brachte sie reichlich Schwung in den Abend und betitelte scherzhaft das Lied „Walking On Sunshine“ von Katrina & The Waves als Reanimationsprogramm.

Das Ergebnis konnte sich jedenfalls hören lassen, ein Zuschauerchor setzte ein. „Ich nehme euch mit in die 80er Jahre, mit der krassen Nummer ‚Take On Me‘ der norwegischen Popgruppe a-ha“, wandte sich dann Boll wieder an das Publikum und ihren Musikerkollegen rief sie zu: „Und los geht´s Männer!“ Die Gesangslehrerin machte ihrem Beruf alle Ehren und übte mit den Zuschauenden die für den Song benötigten hohen Töne.

Helmut Wehe setzte dem Musikabend die Krone auf und eroberte mit Rocco Granata´s „Marina“ einen Biertisch. Er schmetterte: „Marina, Marina, Marina, ti voglio al più presto sposar“ in die Zuschauerreihen und Saxofonist Christoph Tischmeyer tat es ihm nach. Gesang und das Saxofonspiel ließen die Besucherherzen höherschlagen. Patrick Embach begeisterte singend und am Keyboard mit „Everybody“ von den „Backstreet Boys“. Bei „We Will Rock You“ von Queen, ließ der Rockmusiker Matthias Klöpsch seine Gitarrensaiten glühen und beim „rebellischen Schrei“ des britischen Musikers Billy Idol wurde das Zupfinstrument in Querlage gespielt.

Im Hintergrund der Bühne trommelte Schlagzeuger Hans-Jürgen Götz was das Zeug hielt und ließ kunstvoll seine Drumsticks kreisen. Dagegen agierte Frank Willi Schmidt eher unauffällig und ruhig. Schließlich war er als Bassist für die tiefen Töne zuständig. Aber auch die waren beim Stadtpark-Festival laut und deutlich zu hören.

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