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Hochwasser - Lampertheimer THW-Ortsverband packt in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit an / Baufachleute beurteilen Gebäudeschäden

„Die Lage ist einfach nur katastrophal“

Von 
Alexandra Hoffmann
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Das Bild links zeigt die Großpumpe des THW beim Einsatz an einer mit Wasser vollgelaufenen Tiefgarage. Das rechte Foto spiegelt einen kleinen Teil der Zerstörung und Verwüstung im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr wider. © THW-Ortsverband Lampertheim

Lampertheim. Die Bilder der verheerenden Hochwasser-Schäden in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen schockieren – selbst erfahrene Katastrophenhelfer des Technischen Hilfswerks (THW). Norbert Koenig, Ortsbeauftragter des THW Ortsverbandes Lampertheim, bezeichnete seinen Eindruck von der Lage in Bad Neuenahr-Ahrweiler als „einfach katastrophal“. In der knapp 30 000 Einwohner zählenden Kleinstadt in Rheinland-Pfalz sind Koenig und weitere Helfer aus Lampertheim seit Samstag im Einsatz.

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Straßenzugsweise beurteilten zwei Bauingenieure des Lampertheimer THW-Ortsverbandes jedes Gebäude in „bewohnbar oder nicht bewohnbar“, berichtet Koenig während eines kurzen Telefonats mit dieser Redaktion. Weitere Helferinnen und Helfer aus Lampertheim waren am Sonntag damit beschäftigt, das Wasser aus Kellern und Tiefgaragen von öffentlichen Gebäuden zu pumpen, darunter Schulen und Altenheime.

„So schlimm war es noch nie“

Noch bis mindestens Mittwoch sollen die Lampertheimer THW’ler vor Ort unterstützen. Norbert Koenig, der seit 20 Jahren Mitglied bei der Katastrophenschutzorganisation ist und schon beim Jahrhundert-Hochwasser in Dresden geholfen hat, sagte, er habe bei einem Einsatz „noch nie so schlimme Schäden“ gesehen wie jetzt in Bad Neuenahr.

Der Leitungs- und Koordinierungsstab des THW Länderverbandes Hessen-Rheinlandpfalz-Saarland hatte den THW-Ortsverband Lampertheim am frühen Samstagmorgen beauftragt, so schnell wie möglich einen Baufachberater und die Fachgruppe Wasserschaden-Pumpen in das betroffene Gebiet in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu entsenden. Acht Helfer und Helferinnen aus dem Lampertheimer Ortsverband packen laut THW-Pressemitteilung derzeit im Schadensgebiet mit an – angerückt mit drei Einsatzfahrzeugen und mit einer Großpumpe an Bord. Deren Förderleistung beträgt 5000 Liter in der Minute.

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Die Einsatzkräfte des THW Lampertheim haben offiziell die Aufgabe, die Schäden an den Gebäuden zu beurteilen und mit der Großpumpe die zum Teil meterhoch gefluteten Tiefgaragen und Keller auszupumpen. Norbert Koenig hat mit sechs weiteren THW’lern die Abwicklung von Logistikaufgaben und die Bereitstellung von weiteren Einsatzkräften übernommen.

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