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Umwelt

Bekämpfung der Tigermücke in Heidelberg - Was Anwohner wissen müssen

Von 
juko
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Eine tote Asiatische Tigermücke - in Heidelberg wird die Bevölkerung aufgerufen, bei der Bekämpfung zu helfen. © Ennio Leanza/DPA

Heidelberg. Die Bevölkerung des Rhein-Neckar-Kreises wird um Mithilfe bei der Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke gebeten. Wie das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mitteilt,  verbreitet sich die ursprünglich aus Südostasien stammende Mückenart aufgrund der Erderwärmung und der internationalen Mobilität der Menschen zunehmend in Süddeutschland. Auch Heidelberger Stadtteile sind betroffen, wobei die Ausbreitung der Tigermücke seit 2016 systematisch überwacht und bekämpft werde.

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Die Tigermücke ist tagsüber stechaktiv und kann tropische Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. Diese Gefahr ist in Deutschland momentan noch sehr gering.

Die Stadt Heidelberg hat die ICYBAC GmbH zur Bekämpfung, wissenschaftlichen Überwachung und Durchführung von prophylaktischen Maßnahmen beauftragt. Ab Anfang Mai besuchen Mitarbeiter im drei bis vier wöchigen Rhythmus Grundstücke, die von der Tigermücke befallen sind. Sie tragen einheitliche Firmenbekleidung und weisen sich mit einem Schreiben des Ordnungsamtes und ihrem Personalausweis aus.

Zusammen mit den Anwohnerinnen und Anwohnern werden in Gärten und Außenbereichen Wasseransammlungen ausfindig gemacht, in denen mindestens eine Woche Wasser stehen kann. Denn diese Orte dienen der Tigermücke als Brutstätte und nur im Larvenstadium kann das Insekt aktiv biologisch bekämpft werden. Das Protein B.t.i. wird dabei eingesetzt, welches erst im Darm von den Mücken zu einem biologischen Wirkstoff umgewandelt wird und die Mückenlarven dadurch abtötet. Es wird seit Jahrzehnten weltweit wie auch in der Stechmückenbekämpfung am Rhein eingesetzt und ist für andere Insekten, Tiere, Menschen und Pflanzen völlig ungiftig.

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Zusätzlich werden sogenannte B.t.i.-Tabletten ausgeteilt, die Anwohnerinnen und Anwohner zur Behandlung möglicher Brutstätten im zweiwöchigen Rhythmus selbst einsetzen können. Belebte Teiche und fließende Gewässer sind keine Brutstätten. Wasseransammlungen, die über fünf Tage stehen bleiben können, sollen vermieden werden, indem Wasser regelmäßig entleert und betreffende Gefäße lückenlos abgedeckt werden.

Die Bekämpfung verursacht keine Kosten für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner. Verdächtige Exemplare können unter heidelberg@tigermuecke.info gemeldet werden.

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