Betrug

WhatsApp Betrüger schlagen in der Rhein-Neckar-Region erneut zu

Von 
Sebastian Eckel
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Rhein-Neckar. Eine 63-Jährige und ein 61-Jähriger sind in in der Rhein-Neckar-Region mit den sogenannten ‚Enkeltrick‘ um ihr Geld gebracht worden. 

Polizeiangaben zufolge war die 63-jährige Frau der Annahme, ihrem Sohn zu helfen. Diese tätigte zwei Echtzeitüberweisungen auf ein ihr unbekanntes deutsches Konto. Ihr entstand hierdurch ein Schaden im vierstelligen Bereich. 

In Sandhausen erhielt ein 61-Jähriger ebenfalls solche Nachrichten und überwies gutgläubig einen höheren vierstelligen Betrag. Hierzu tätigte er drei Überweisungen bei seiner Bank, der die Betrugsmasche auffiel und die den 61-Jährigen umgehend telefonisch kontaktierte und aufklärte. Der Anruf bei seiner tatsächlichen Tochter brachte den Betrug ans Licht. Die Überweisungen konnten jedoch nicht mehr gestoppt werden. 

Beim sogenannten Enkeltrick gehen die Täter immer nach dem gleichen Schema vor. Sie geben sich als Familienangehörige ihrer Opfer aus, deren Handy kaputt gegangen sei, weshalb sie sich mit einer fremden Nummer melden. Diese Nachrichten lauten oft wie folgt: 
 
"Hallo Mama/Papa, das ist meine neue Nummer. Mein Handy ist kaputt gegangen. Bitte schreib mir eine Nachricht auf WhatsApp unter dieser Nummer!"  
Meistens fordern die Täter dann Geld, um angebliche Rechnungen begleichen zu können. 

Die Polizei warnt vor sogenannten Enkeltricks und gibt folgende Hinweise, um sich gegen diese zu schützen: 

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. 
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. 
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. 
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. 
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen. 
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen. 
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. 

Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom. 

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