Jubiläum - Vorträge oder Konzerte

Veranstaltungsreihe zu 1700 Jahren jüdisches Leben

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epd
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Ein Thema ist die Rolle des Judentums beim Dombau zu Speyer. © Klaus Venus

Speyer. Die Evangelische Kirche der Pfalz und das Bistum Speyer beteiligen sich mit einer Veranstaltungsreihe am bundesweiten Jubiläum 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Ein Programmheft zu Vorträgen, Konzerten, Lesungen, Studienfahrten, Theateraufführungen und Themenführungen sei ab sofort erhältlich, teilten beide Kirchen am Dienstag in Speyer mit.

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Jüdische Gemeinden gehörten untrennbar zu Deutschland und zu Europa. Der reiche Schatz jüdischen Lebens und jüdischer Kultur solle in einer abwechslungsreichen Veranstaltungsreihe sichtbar werden, erklärten Ingo Faus von der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Speyer und Stefan Meißner vom Arbeitskreis „Kirche und Judentum“ der Landeskirche. Mit dem Angebot wollten die Kirchen Begegnung ermöglichen und sich gegen antisemitische Haltungen einsetzen.

In Vorträgen geht es unter anderem um den polnischen Pädagogen Janusz Korczak sowie die Verbindungen zwischen Judentum und Christentum und um die jiddische Sprache. Zudem sind Konzerte in Speyer, Kaiserslautern, Landau, Rockenhausen, Kusel, Frankenthal, Waldsee und Zweibrücken geplant.

Gemeinsame Gebetsfeier

Auch gibt es ein Theaterstück für Schulen über die NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl oder die Aufführung des Stücks „Judas“ durch das „Chawwerusch Theater“ aus Herxheim an acht Orten in der Pfalz. In Vorträgen werden zudem die Komponisten Heinrich Kaminski und Viktor Ullmann vorgestellt.

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Am 24. Oktober laden Bistum, Landeskirche und die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer zu einer jüdisch-christlichen Gebetsfeier ein. Die Bedeutung des Judentums für den Bau des Speyerer Doms wird bei Themenführungen im Juni und Oktober beleuchtet. Zudem soll die Plakatkampagne „#beziehungsweise“ die Verbundenheit zwischen Judentum und Christentum ins Bewusstsein rufen.