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Rock am Ring

Das sind die großen Fünf am letzten Tag von Rock am Ring

Von 
Markus Mertens
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Nach der langen Corona-Pause dürfen sich Festivalgänger endlich wieder freuen. © Thomas Frey

Nürburgring. Rock am Ring biegt nach zwei langen Jahren der Unterbrechung in die Finalkurve ein. Doch bevor das Festival sich seinem Ende neigt, zeigen wir hier noch einmal die fünf wichtigsten Künstler am dritten und letzten Tag von Rock am Ring 2022.

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Punkt 1 von 2 Tremonti

Von Marc Tremonti, dem Gitarristen der Band Alter Bridge, angeführt, steht die Band aus Orlando, Florida, wie kaum eine zweite für eine harmonische Mischung aus Hard Rock und Melodic Death Metal. Die Vocals von Tremonti, der bei diesem Projekt auch selbst singt, können erstaunlich klar und rein, aber auch brutal laut und direkt werden. Ein Genuss bleibt der meist hervorragend gemischte Sound der US-Amerikaner immer. So sahen das auch die Besucher auf der Mandora Stage, die so manches mal einen Circlepit formten.

Punkt 1 von 2 Shinedown

Shinedown haben seit ihrer Gründung vor gut 20 Jahren den erstaunlichen Wandel von einem Act, der als Geheimtipp rangierte, hin zu echten Rockstars durchgemacht. Dass das Quartett aus Jacksonville seinen Sound bei aller Rock-Härte stets auf einem auch für die Breite genießbaren Niveau gehalten hat, kommt den Jungs dabei hervorragend zu Passe. Denn mehr als 18 Millionen verkaufte Alben samt Gold- und Platin- Auszeichnungen sprechen ihre eigene Sprache. Diese Popularität machte sich auch bei einem straffen, gefeierten Set auf der Utopia Stage klar bemerkbar.

Punkt 1 von 2 Drangsal

Bereits 2019 hatte Max Gruber alias Drangsal die Ehre, auf der großen Bühne von Rock am Ring zu stehen – drei Jahre später folgt für den Pop Noir-Jünger aus der Region die Fortsetzung. Diesmal trat er mit der Orbit Stage zwar eher auf dem Fleckchen für Kenner auf, dafür wurde der Sound seiner neuen Platte „Exit Strategy“ hier ungleich mehr geschätzt als auf dem ganz großen Parkett. Eine großer Wurf!

Punkt 1 von 2 Korn

Die Metal-Traditionalisten aus Bakersfield gaben sich die Ehre – und Rock am Ring durfte sich freuen. Die Liste von Bands, die es seit Korns Gründung in den 90ern mit Einflüssen dieser Legenden zu Aufmerksamkeit gebracht haben, liest sich im Prinzip endlos und so sollte man in gewisser Hinsicht neidlos zugeben, dass ein Original oftmals eben einfach nicht zu ersetzen ist. Nach Nürburg kamen Korn mit dem brandneuen Langspieler „Requiem“ und zeigten, dass sie auch heute noch immer das Zeug haben, zu faszinieren.

Punkt 1 von 2 Volbeat

Schließlich also Volbeat. Nach dem 2016 sogar umstrittenen Headliner-Auftritt am Ring erhielten die Dänen aus Kopenhagen sechs Jahre später erneut die Ehre – und mussten sich dafür weniger rechtfertigen, als je zuvor. Denn das Quartett um Sänger Michael Poulsen brannte auf der Utopia Stage ein derart ansteckendes Feuerwerk aus Rock, Metal und Country ab, dass es ein Fest war. Ein würdiger Final-Headliner!

Punkt 1 von 2 Die Kassierer

Längst mehr als die Spaßband von Nebenan, sind Die Kassierer aus Bochum ohne Zweifel eine mutige, dennoch überfällige Buchung. Denn der Sound der Jungs aus dem Pott geht direkt geradeaus auf die Zwölf, ist schnell, ruppig, laut und entfacht eine Feierlaune wie so mancher internationale Star nicht. Über die Intellektualität von Songtiteln wie „Gott hat einen IQ von 5 Milliarden“ kann man sich zwar gerne streiten, aber eines ist sicher: Die Punker um Wolfgang Wendland sorgten einmal mehr für Stimmung, und wie!

 

Punkt 1 von 2 Placebo

Man darf das ganz ehrlich so sagen: Der Auftritt der Alternative Rocker aus Londonwar eine Überraschung im wahrsten Sinne des Wortes. Denn satte neun Jahre nach der letzten Veröffentlichung brachten Sänger Brian Molko und Gitarrist Stefan Olsdal mit „Never Let Me Go“ nicht nur den erst im März erschienenen Langspieler, sondern auch jede Menge Spannung für Fans und Neugierige mit. Gemeinsam mit einigen exzellten aufgelegten Tourmusikern legte das Duo eine fulminante Show zwischen Rock und Ambient auf das Parkett, die Fans und Neulinge gleichermaßen überzeugte.

 

Punkt 1 von 2 Alligatoah

Nicht erst bei seinem jüngsten CARStival-Auftritt in Mannheim hat Rapper Alligatoah bewiesen, dass lyrischer Hip Hop mit Stil auch unter ungewöhnlichen Umständen funktioniert. Und so zeigt das Krokodil unter den Rappern nicht nur, dass er bisweilen gerne auch eine Bühne auf die Bühne stellt: Im Königs-Look, mit Bauarbeiter-Kumpel und viel Willen zur Party begeistert Alligatoah seine Fans, imponiert aber auch all jenen, die eigentlich schon auf Placebo gewartet hatten. Respekt!

 

Punkt 1 von 2 Muse

Erst vor wenigen Tagen erschien der verheißungsvolle Titel „Will Of The People“, der einerseits sagt: Masse, habe einen Willen, andererseits aber im Unklaren lässt, ob der sich nun in die Tat umsetzen, oder schlichtweg wird. So gesehen war ein Auftritt der britischen Prog Rocker von Muse vielleicht nie so wenig ausrechenbar wie hier und nun bei Rock am Ring. In der Tat legten Muse eine imposante Show zwischen Maskerade und Opulenz auf die Hauptbühne, allein: Den Umgang mit Medienvertretern muss die Band offenbar noch einmal überdenken. Denn trotz unterschriebender Fotoverträge wurden Bildberichterstatter von einem Vertreter der Band mitten bei der Arbeit körperlich angegangen und unter ungeklärten Umständen von der Fotoposition vor der Bühne entfernt.

Punkt 1 von 2 Casper

Erst vor einigen Monaten in Mannheim zu Gast, durfte der Rap-Rocker Casper gen Nacht des zweiten Tages den Deckel auf einen bis dahin an Inhalt keineswegs armen Tag machen. Doch wer Casper kennt, der wusste, dass ihn das keineswegs davon abhalten konnte, noch einmal eigene Akzente zu setzen. Mit seiner rauen Stimme, den gellenden Screams und seinen tief emotionalen Texten entzückt Casper seit Jahren die Massen und spielte in einem Meer aus Steckblumen nicht nur feine Casper-Klassiker, sondern auch frisches Material aus seinem neuen Album „Alles war schön und nichts tat weh“!

 

Punkt 1 von 2 Måneskin

Vor dem Eurovision Song Contest eher eine Szene-Bekanntheit, die sich über die Castingshow X-Factor ersten Ruhm erarbeitete, genießt das Quartett aus der italienischen Hauptstadt Rom spätestens seit dem Sieg beim Eurovision Song Contest 2021 Kultstatus. Nicht nur mit dem Siegersong „Zitti e buoni“, auch mit dem Kult-Cover zu „Beggin‘“ und der aktuellen Nummer „Supermodel“ haben die Italiener die Charts gestürmt. Mit einer wilden Show aus Glamrock und den härten Volten rund um „I Wanna Be Your Slave“ sorgten die Italiener für ein frühes Ausrufezeichen auf der Hauptbühne.

Punkt 1 von 2 The Offspring

Klasse bewährt sich! Seit Jahrzehnten an der Spitze des internationalen Punk Rock, beweisen die Organisatoren von Rock am Ring mit der Buchung von The Offspring Gespür für Tradition und Stil gleichermaßen. Denn die Herren aus dem Orange County sind nicht nur unter Kennern eine Bekanntheit geblieben, sondern verstanden es stets auch, die breite Masse mit ihrer lauten, pulsierenden und mitreißenden Musik zu begeistern. Nach Nürburg kam das Dreigespann mit der jüngsten Platte „Let The Bad Times Roll“ - und ließ die Menge stilgerecht jubeln. Die optimale Mischung!

Punkt 1 von 2 Caliban

So funktioniert ein astreiner Bühnen-Abriss. Unter den Acts des ersten Tages waren Caliban ohnehin eines der härtesten Bretter auf der Setlist. Denn neben Heaven Shall Burn gilt das Kollektiv aus Hattingen rund um den Frontsänger Andreas Dörner als nationales Aushängeschild in Sachen Metalcore. Der Bandname ist nicht umsonst von Shakespeares „Sturm“ inspiriert, denn auch musikalisch geht es bei Caliban zwischen Sturm und Drang heftig zur Sache. Und dementsprechend laut wurde es auch auf der ehemaligen Alternastage am Ring - Wall of Death und jede Menge Crowdsurfing inklusive!

Punkt 1 von 2 Green Day

Die Headliner von Green Day haben streng genommen eigentlich schon alles gewonnen, was eine kommerziell gewordenen Pop-Punk-Rockband erreichen kann. Ausverkaufte Arena-Shows und zahllose Festivalsets der US-Amerikaner gehören für Festival-Enthusiasten zu den Playlists für ganz besondere Anlässe. Und dennoch konnten Billie Joe Armstrong, Mike Dirnt, Tré Cool und Jason White am Ring überraschen. Denn in ihrem zwar routinierten, deswegen aber keineswegs müden Sets, verließen sich das Quartett nicht nur auf ein Best Of zwischen „American idiot“ und dem „Boulevard Of Broken Dreams“ - es gab auch jede Menge Interaktion mit dem Publikum. Richtig so!

Punkt 1 von 2 Scooter

Scooter gehörten bei Rock am Ring ohne Zweifel eher zu den Überraschungsgästen der Kategorie: Experimentalmusik. Doch wer die Transformation von Rock am Ring seit der Jahrtausendwende konsequent verfolgt hat, weiß längst, dass sich hier die Pforten für andere Genres längst zur Umarmung geöffnet haben. Als Late Night-Special gaben die Techno-Pioniere um HP Baxxter mit "I Feel Hardcore" und "Hyper Hyper" das ein oder andere historische Goodie auf die Ohren, spielten aber auch Material aus dem jüngsten Album „God Save The Rave“. Bei dem Bass dieser Show blieben selbst müde gewordene Routiniers wieder wach!

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Veröffentlicht
Von
red
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