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Mannheim - Zahlungsunfähiges Unternehmen wirft Rathaus„kein Interesse am Fortbestand“ vor / Eigenverwaltung verlängert

Schlachthof kritisiert Stadtverwaltung

Von 
Timo Schmidhuber
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Der private Schlachthof im Mannheimer Fahrlachgebiet hat finanzielle Probleme – die Rettung gestaltet sich offenbar schwierig. © Thomas Tröster

Mannheim. Der Mannheimer Schlachthof bekommt mehr Zeit, um ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept für die Zukunft zu erarbeiten. Das private Unternehmen hatte Ende April eine sogenannte Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, weil es nicht mehr kostendeckend arbeiten konnte. Das Amtsgericht hat nun die Fortsetzung dieser Eigenverwaltung angeordnet.

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Die Rettung gestaltet sich aber offenbar schwierig. Aufseiten der Gläubiger sei bisher „wenig bis gar kein Entgegenkommen zu verzeichnen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Schlachthof GmbH und den vom Gericht als Helfern bestellten Anwälten. Darin kritisieren sie auch die Stadt Mannheim als Vermieterin der Gebäude im Fahrlachgebiet. Sie habe „offensichtlich kein Interesse am Fortbestand des Schlachthofs“. Die Stadt wollte sich dazu nicht äußern. Kritisiert wurde zuletzt auch die Höhe der Gebühren für die Fleischbeschau. Das Rathaus erklärte dazu, man sei bei der Berechnung an Vorgaben der EU gebunden.

In dem Betrieb werden pro Woche rund 2000 Schweine geschlachtet – genaue Zahlen nennt das Unternehmen mit Blick auf die laufenden Verhandlungen nicht. Es hat knapp 30 Mitarbeiter.

Redaktion Redakteur in der Mannheim-Redaktion

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